Alexandra Popp feiert traumhaftes Debüt beim BVB – Doppelpack besiegelt Saisonauftakt
In der Roten Erde bebte der Beton. Nicht von einem einschlagenden Donner, sondern vom Jubel der 4.500 Fans, die am Samstagnachmittag Zeuge eines besonderen Moments wurden. Alexandra Popp, die neue Kapitänin und große Hoffnungsträgerin von Borussia Dortmunds Frauenfußball-Bundesligateam, traf bei ihrem Pflichtspieldebüt gleich doppelt. Mit ihren Treffern per Kopf (38. und 82. Minute) steuerte sie maßgeblich zum souveränen 3:0 (1:0)-Saisonauftakt gegen Arminia Bielefeld in der Regionalliga West bei. Ronja Leubner (89.) setzte den Schlusspunkt.
Die Bilder dieser Partie werden in die Geschichte des noch jungen Dortmunder Frauenfußballs eingehen. Nach 14 Jahren, elf Meisterschaften und acht Pokalsiegen mit dem VfL Wolfsburg ist die 35-jährige Weltklasse-Stürmerin zu ihrem Jugendverein zurückgekehrt. Ihr Wechsel war das Transfergerücht des Sommers, ihre Verpflichtung ein klares Statement des BVB. In Dortmund sieht man in ihr nicht nur die erfahrene Spielerin, sondern vor allem die Führungspersönlichkeit, die ein junges Team auf dem Weg zurück in die Bundesliga anführen soll. Ihr Debüt unterstrich diese Rolle auf perfekte Weise.
„Es war ein besonderer Moment, heute mit der Kapitänsbinde und vor dieser Kulisse auflaufen zu dürfen. Die Unterstützung der Fans hat mich von der ersten Minute an getragen“, sagte Popp nach dem Spiel in ersten Interviews. Die ehemalige Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft ließ sich oft aus der Spitze ins Mittelfeld fallen, organisierte das Spiel und zeigte mit ihren beiden Kopfballtoren ihre ungebrochene Gefährlichkeit im Strafraum.
Für die Vereinsverantwortlichen ist der gelungene Start eine Bestätigung ihrer ambitionierten Pläne. Der Frauenfußball soll in Dortmund, der traditionsreichen Männerfußball-Metropole, endgültig ankommen und langfristig in der ersten Liga mitmischen. Der Zuschauerzuspruch von 4.500 beim Regionalligaspiel – eine für die dritte Liga außergewöhnlich hohe Zahl – zeigt das große lokale Interesse. Es ist eine Mischung aus Neugier auf das Team und echter Begeisterung für die Rückkehr einer der größten deutschen Spielerinnen aller Zeiten.
Der sportliche Weg ist jedoch noch lang. Die Regionalliga West gilt als eine der stärksten Drittligastaffeln, der Aufstieg ist alles andere als ein Selbstläufer. Mit Popp hat man eine Spielerin gewonnen, die nicht nur Tore macht, sondern auch eine Gewinnermentalität und Erfahrung im Kampf um Titel mitbringt. Ihre Anwesenheit hebt das Niveau des gesamten Teams und der gesamten Trainingsarbeit.
In den Stadtteilen Dortmunds, von Brackel über Aplerbeck bis in die Nordstadt, wird dieser Debüterfolg mit einem Lächeln aufgenommen. Er ist ein willkommener, positiver Sportnachricht nach einer durchwachsenen Saison der Männer. In den Jugendabteilungen der lokalen Vereine, wo der Mädchenfußboom ungebrochen ist, hat Popp nun eine greifbare Identifikationsfigur direkt vor der Haustür. Das hat eine Bedeutung, die weit über die drei Punkte vom Samstag hinausgeht.
Der nächste Schritt folgt bereits am kommenden Wochenende mit einem Auswärtsspiel. Die Mission Aufstieg hat mit einem Idealstart begonnen. Alexandra Popp hat ihrer neuen Mannschaft und der gesamten Dortmunder Fußballgemeinschaft gezeigt, wofür sie gekommen ist: um zu führen und zu treffen. Der Traum von der Bundesliga-Rückkehr wirkt mit ihr an der Spitze ein gutes Stück realistischer.
- Debüt als Kapitänin
- Doppeltorschützin im ersten Spiel
- Ehemalige Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft
- Erfahrung aus 14 Jahren beim VfL Wolfsburg
- Führungspersönlichkeit für das junge Team
- Begeisterung der Fans und Zuschauer
| Spielinformation | Details |
|---|---|
| Team | Borussia Dortmund |
| Gegner | Arminia Bielefeld |
| Ergebnis | 3:0 |
| Torjägerin | Alexandra Popp (2 Tore) |
| Standort | Rote Erde |
| Fans | 4.500 |