Manchmal ist Fußball einfach gnadenlos. Hansa Rostock gegen den amtierenden Pokalsieger VfB Stuttgart – das klang nach einer klassischen Pokalunterhose. Und so sollte es kommen. In einem einseitigen Spiel setzte sich der Bundesligist mit 4:0 durch. Die große Überraschung blieb aus.
Der Unterschied war greifbar, besonders in der Person von Dzenan Pejcinovic. Der 25-Millionen-Euro-Neuzugang zeigte den Mecklenburgern, was kalte Effizienz bedeutet. Sein Doppelpack vor der Pause (18., 37.) ließ keinen Zweifel an der Spielrichtung. «Man hat in gewissen Phasen gesehen, woran es uns noch fehlt,» räumte Hansas Leon Dajaku später ein. Ich finde, er traf den Kern: Mut und Konstanz auf höchstem Niveau sind das, was solche Partien entscheidet. Nach dem dritten Tor durch Tiago Tomas (74.) und Pejcinovics drittem Treffer zum 4:0 (82.) war nur noch die Frage der Schadensbegrenzung offen.
Für Hansa bleibt nun der bittere Beigeschmack einer verpassten Chance und einer teuren Party. Die Spielunterbrechung wegen Pyrotechnik und die daraus folgenden Konsequenzen werden das Budget belasten. Dabei hätten sich die Rostocker vor den knapp 27.500 Zuschauern einen Ehrentreffer redlich verdient.
- Mut
- Konstanz
- Effizienz
- Qualitäten
- Doppelpack
- Sichtbarkeit der Schwächen
Jetzt können sie sich aber, wie Dajaku sagte, voll auf die Liga konzentrieren: «Stuttgart ist eine Champions-League-Mannschaft. Aber wenn wir mutiger sind, haben auch wir unsere Qualitäten.» Ein Satz, der über den Abend hinausweist. Manchmal zeigt eine Niederlage klarer den Weg nach vorn als ein knapper Sieg.
| Spieler | Tore | Minuten |
|---|---|---|
| Dzenan Pejcinovic | 3 | 18, 37, 82 |
| Tiago Tomas | 1 | 74 |