Am Allianz Arena-Rasen bringt Nathaniel Brown den Ball an Julian Ryerson vorbei. Ein schneller Doppelpass mit Michael Olise, dann zirkelt der Neuzugang den Ball sehenswert ins lange Eck. In diesem Moment zeigt sich der Unterschied. Der FC Bayern gewinnt den Franz-Beckenbauer-Supercup mit 2:1 gegen Borussia Dortmund, weil er in den entscheidenden Spielminuten kühlen Kopf bewahrt. Die Statistik zeigt ein ausgeglichenes Spiel mit 52% Ballbesitz für Bayern, doch die Effizienz im Abschluss macht den Titel aus.
«Wir haben in den Momenten, in denen es darauf ankam, die nötige Ruhe bewahrt», analysiert Bayern-Trainer Vincent Kompany nach dem Spiel. Auf der anderen Seite bedauert BVB-Kapitän Emre Can: «Die Leidenschaft war da, aber vor dem Tor fehlte uns die letzte Konsequenz.» Aus dem Stadion heraus spürte man die ganze zweite Hälfte den Druck, den Dortmund aufbaute. Besonders die jungen Dortmunder Neuzugänge wie der 18-jährige Konstantinos Karetsas ließen mit technisch feinen Aktionen aufhorchen.
- Wichtiger psychologischer Signal zu Saisonbeginn
- Erster Titel ist im Kasten
- Rolle des Double-Gewinners bestätigt
- Dortmund nimmt viel Positives mit
- Chancenverwertung muss verbessert werden
- Effizienz siegt über pure Leidenschaft
| Team | Ballbesitz (%) | Endergebnis |
|---|---|---|
| Bayern | 52 | 2:1 |
| Dortmund | 48 | 1:2 |
Für die Münchner ist dies ein wichtiges psychologisches Signal zu Saisonbeginn. Die erste Trophäe der Saison bleibt in München – eine klassische Bayern-Leistung, bei der Effizienz am Ende über pure Leidenschaft siegt.