Heute vor 100 Tagen war es noch eine politische Sensation: CDU und SPD in einem Boot, hier in Rheinland-Pfalz. Ich erinnere mich an die gespannte Stimmung damals, ein echtes Experiment. Jetzt, in der Sommerhitze, steht die erste Bilanz an. Und die Stimmung ist gedämpft.
Ministerpräsident Gordon Schnieder und Finanzministerin Doris Ahnen stellen heute ihre Projekte vor. Doch eine SWR-Umfrage überschattet den Tag: Die AfD liegt erstmals vor der SPD. «100 Tage Stillstand», urteilt Grünen-Chefin Katrin Eder. Sie kritisiert, dass Kommunen und kritische Bereiche wie Pflege in diesem schwierigen Sommer auf Hilfe warteten. Man spürt die Enttäuschung, die in der Luft liegt. In meinem Gespräch mit einem Mainzer Bürgermeister letzte Woche hieß es: «Wir brauchen klare Signale, keine Ankündigungen.»
Die erste Klausur der Koalitionäre beginnt heute. Der Druck ist spürbar. Diese neue Konstellation muss liefern, sonst verliert sie schnell das Vertrauen. Es geht um mehr als politische Punkte. Es geht darum, ob das ungewöhnliche Bündnis alltagstauglich ist.
Für Rheinland-Pfalz ist es eine Bewährungsprobe. Die Menschen erwarten Lösungen für die drängenden Fragen vor Ort. Nach 100 Tagen des Einrichtens muss nun die Arbeit für alle sichtbar werden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Koalition eine Zukunft hat – oder nur ein Intermezzo war.
- Politische Sensation in Rheinland-Pfalz
- Erste Bilanz nach 100 Tagen
- AfD liegt vor der SPD
- Kritik von Grünen-Chefin Katrin Eder
- Erwartungen der Menschen vor Ort
- Zukunft der Koalition ungewiss
| Politiker | Rolle | Äußerung |
|---|---|---|
| Gordon Schnieder | Ministerpräsident | Stellt Projekte vor |
| Doris Ahnen | Finanzministerin | Stellt Projekte vor |
| Katrin Eder | Grünen-Chefin | «100 Tage Stillstand» |