Mittwoch, 26 Aug. 2026
  • Meine Interessen
  • Gespeichert
  • Verlauf
logo
  • Startseite
  • Nachrichten
    • Aktuelle Nachrichten
    • Berlin
    • Dortmund
    • Dresden
    • Düsseldorf
    • Essen
    • Frankfurt am Main
    • Hamburg
    • Köln
    • München
    • Stuttgart
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Fußball
    • Bundesliga 1
    • Bundesliga 2
    • Bundesliga 3
  • Berlin
  • Dortmund
  • Dresden
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Frankfurt am Main
  • Hamburg
  • Köln
  • München
  • Stuttgart
SchriftgrößenanpassungAa
Nachrichten LokalNachrichten Lokal
  • Meine Merkliste
  • Meine Interessen
  • Verlauf
Search
  • Startseite
  • Nachrichten
    • Aktuelle Nachrichten
    • Berlin
    • Dortmund
    • Dresden
    • Düsseldorf
    • Essen
    • Frankfurt am Main
    • Hamburg
    • Köln
    • München
    • Stuttgart
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Fußball
    • Bundesliga 1
    • Bundesliga 2
    • Bundesliga 3
Folgen Sie uns
© 2026 Nachrichten Lokal. Eine Publikation der LokalMedia GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Nachrichten Lokal > Nachrichten > Dresden > Kochberuf in Dresden: 186 neue Auszubildende starten diesen Sommer
Dresden

Kochberuf in Dresden: 186 neue Auszubildende starten diesen Sommer

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: August 26, 2026 12:21 p.m.
Julia Becker
Aktie
Aktie






Dresdner Gastronomie und Hotellerie

Für die Dresdner Gastronomie und Hotellerie geht dieser Sommer mit einem langersehnten Hoffnungsschimmer zu Ende. Während in den letzten Jahren regelmäßig über unbesetzte Ausbildungsplätze und Nachwuchssorgen geklagt wurde, zeichnet sich für 2025 eine spürbare Trendwende ab. Insgesamt 186 junge Menschen beginnen in diesen Wochen in der sächsischen Landeshauptstadt ihre Ausbildung zum Koch oder zur Köchin. Diese Zahl ist mehr als nur eine Statistik – sie ist ein deutliches Signal für eine Revitalisierung eines Berufsstandes, der lange als Sorgenkind galt.

Der Tourismusverband Dresden bestätigt diese erfreuliche Entwicklung. „Die Rückmeldungen unserer Mitgliedsunternehmen sind wirklich erfreulich“, so Diana Maatz, Vorstandsmitglied des Verbandes. Nach schwierigen Jahren bei der Nachwuchsgewinnung seien sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Bewerber ein sehr positives Signal. Doch der Aufwärtstrend beschränkt sich nicht nur auf die Küchen. Hotels, Gastronomiebetriebe, Museen, Veranstalter und touristische Dienstleister melden ein großes Interesse an Ausbildungsplätzen und verzeichnen so viele und zugleich überwiegend gute Bewerbungen wie seit Jahren nicht mehr.

Bis Ende Juli kamen laut der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden in den Ausbildungsberufen Gastronomie, Hotellerie und Tourismus insgesamt 526 neue Ausbildungsverträge zustande. Damit bewegt sich die Zahl auf einem stabilen Niveau, ähnlich wie im Vorjahr mit 558 Verträgen und deutlich über den Werten von 2023 (413 Verträge). Diese Entwicklung ist bemerkenswert in einer Stadt, deren Tourismus- und Gastrobranche nicht nur vom klassischen Städtetourismus zum Zwinger und zur Frauenkirche lebt, sondern auch von einem lebendigen, vielfältigen Szene-Gastronomie-Angebot in Stadtteilen wie der Neustadt, der Äußeren Neustadt oder Löbtau.

Vom Imageproblem zum Traumjob? Die Gründe für den Aufschwung

Was bringt junge Menschen heute dazu, sich für eine Ausbildung in einer Branche zu entscheiden, die für harte Arbeit, unsoziale Arbeitszeiten und oft moderate Verdienste bekannt ist? Experten und Branchenvertreter sehen mehrere Faktoren am Werk. Ein zentraler Grund ist die mediale Präsenz. Kochshows im Fernsehen und vor allem erfolgreiche Streamingformate auf Plattformen wie YouTube, TikTok und Instagram haben das Berufsbild des Kochs und der Köchin massiv aufgewertet. „Dort wird Kreativität, Leidenschaft und Handwerk gezeigt. Das inspiriert“, erklärt ein Dresdner Gastronomieberater. Die Inszenierung des Kochens als Kunstform und der Küche als kreative Werkstatt scheint bei der Generation Z anzukommen.

Martin Raich, Generalmanager des Hilton Dresden, beobachtet eine grundlegend veränderte Wahrnehmung der gesamten Branche. „Die Berufe in Hotellerie und Gastronomie werden wieder stärker als abwechslungsreiche Tätigkeiten mit viel Kontakt zu Menschen, internationalen Perspektiven und unterschiedlichen Karrierewegen wahrgenommen“, sagt Raich. Allein in seinem Haus wurden in den vergangenen zwei Wochen 14 neue Auszubildende eingestellt – ein starkes Zeichen für das investierte Vertrauen in die Zukunft.

Ein weiteres, oft unterschätztes Argument ist die Zukunftssicherheit. In einer Zeit, in der viele Berufsfelder von der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz umgekrempelt werden, bietet die Gastronomie etwas scheinbar Paradoxes: Hightech in der Küche bei gleichzeitig unersetzlicher menschlicher Expertise. Das persönliche Gespräch mit Gästen, die sensorische Beurteilung von Zutaten, die kreative Kreation eines neuen Gerichts – das sind Fähigkeiten, die (noch) nicht automatisiert werden können. „Man ist nicht in Gefahr, kurzfristig durch KI ersetzt zu werden. Das schafft Perspektive“, so ein Berufsberater der Dresdner Arbeitsagentur.

Herausforderungen bleiben: Die Kehrseite der Medaille

Trotz der positiven Nachrichten stehen die Betriebe vor anhaltenden Herausforderungen. Der Fachkräftemangel bei erfahrenem Personal ist nach wie vor enorm. Die gestiegene Zahl an Auszubildenden muss erst in drei Jahren zu fertig ausgebildeten Fachkräften werden. Bis dahin müssen die Betriebe die neuen Azubis halten und begeistern – eine Aufgabe, die mehr erfordert als nur einen Ausbildungsvertrag.

Die Arbeitsbedingungen bleiben ein kritischer Punkt. Die Tarifparteien in der Gastronomie ringen weiter um bessere Löhne und geregeltere Arbeitszeiten. Für viele junge Auszubildende ist die Work-Life-Balance heute wichtiger als früheren Generationen. Betriebe, die hier mit innovativen Modellen, fairer Bezahlung nach der Ausbildung und wertschätzender Unternehmenskultur punkten, werden die Gewinner im Wettbewerb um die besten Köpfe bleiben.

Zudem ist die Branche konjunkturabhängig. Ein starker Tourismusstandort wie Dresden profitiert zwar von den internationalen Gästen, ist aber auch anfällig für globale Krisen, wie die Pandemiejahre schmerzhaft gezeigt haben. Die Betriebe müssen resilienter werden und ihren Azubis auch in unsicheren Zeiten eine Perspektive bieten können.

Was der Trend für Dresden bedeutet: Mehr als nur Personal

Für die Stadtgesellschaft hat dieser Trend eine Bedeutung, die über die reine Besetzung von Stellen hinausgeht. Eine lebendige, gut ausgestattete Gastronomie- und Hotelleriebranche ist ein weicher Standortfaktor ersten Ranges. Sie prägt das Stadtbild, von der urigen Kneipe in Pieschen bis zum Sterne-Restaurant in der Innenstadt. Sie schafft Atmosphäre in den Tourismus-Hotspots und belebt die Viertel abseits der ausgetretenen Pfade.

Junge, gut ausgebildete Köchinnen und Köche sind zudem Botschafter der regionalen Küche. Sie können die Produkte aus dem Umland – vom Obst aus dem Elbtal über Fisch aus der Lausitz bis zum Fleisch aus der Sächsischen Schweiz – in Szene setzen und so regionale Wirtschaftskreisläufe stärken. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Herkunft eine immer größere Rolle spielen, ist das ein wertvolles Kapital.

Die gestiegene Ausbildungszahl ist auch ein Erfolg für die gemeinsame Arbeit von IHK, Handwerkskammer, Berufsschulen und den Unternehmen selbst, die in den letzten Jahren intensiv um Nachwuchs geworben haben, bei Berufsmessen präsent waren und ihre Türen für Praktikanten geöffnet haben.

Ein Anfang, kein Ziel: Der Weg nach vorn

Die 186 neuen Koch-Azubis sind ein starkes Zeichen der Hoffnung. Sie zeigen, dass sich Engagement, eine moderne Kommunikation des Berufsbildes und gute Ausbildungsbedingungen auszahlen können. Doch jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Es geht darum, diese jungen Menschen während ihrer Ausbildung zu fördern, sie für die lokale Gastronomie zu begeistern und sie nach der Lehre mit attraktiven Perspektiven in der Region zu halten.

Die Stadt Dresden, als wichtiger Player im Tourismus, ist hier ebenfalls gefordert. Die Förderung von bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende, eine gute verkehrliche Anbindung der Berufsschulen und die Wertschätzung der Gastronomie als kulturell wichtigen Faktor können helfen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Der Kochberuf in Dresden hat an Fahrt gewonnen. Jetzt muss die Branche das Versprechen von Kreativität, Leidenschaft und Perspektive einlösen, das diese 186 jungen Menschen dazu bewogen hat, diesen anspruchsvollen und schönen Weg einzuschlagen. Für die Zukunft der Dresdner Tafel- und Gastkultur könnte das der entscheidende Impuls sein.

  • Mediale Präsenz durch Kochshows
  • Veränderte Wahrnehmung der Branche
  • Zukunftssicherheit trotz Digitalisierung
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen
  • Fachkräftemangel bei erfahrenem Personal
  • Resilienz der Betriebe in Krisenzeiten
Jahr Ausbildungsverträge
2023 413
2024 558
2025 526


Diesen Artikel teilen
E-Mail Link kopieren Drucken
VonJulia Becker
Folgen:
Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
Vorheriger Artikel Fortuna Düsseldorf verliert 1:5 gegen SC Freiburg im DFB-Pokal
Nächster Artikel Руководство по современной кибербезопасности: как устроен теневой рынок, почему антивирусы устарели и какие инструменты защищают сегодня
Einen Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Deine verlässliche Quelle für präzise und zeitnahe Informationen!

Unser Anspruch auf Genauigkeit, Unabhängigkeit und aktuelle Berichterstattung hat uns das Vertrauen eines breiten Publikums eingebracht. Bleiben Sie stets informiert – mit Echtzeit-Updates zu den wichtigsten Ereignissen und Trends.
FacebookGefällt mir
XFolgen
InstagramFolgen
LinkedInFolgen

Das könnte Ihnen auch gefallen

Digitaler Bauantrag Dresden vereinfacht Verfahren

Von
Julia Becker

Zwinger Dresden Innenhof Wiedereröffnung nach Sanierung

Von
Julia Becker
Dresden

Bundeswehr Plakate Manipulation Dresden: Unbekannte tauschen Poster aus

Von
Julia Becker
Dresden

Wanderwege in Sächsischer Schweiz nach Sturm gesperrt

Von
Julia Becker
logo
Facebook Twitter Instagram

Über uns


Deine Stadt, Deine Geschichten: Deine direkte Verbindung zu lokalen Schlagzeilen und aktuellen Ereignissen. Bleib informiert mit unserer Echtzeit-Berichterstattung über Politik, Wirtschaft, Kultur, Lifestyle und mehr. Deine verlässliche Quelle für Nachrichten aus deiner Region – rund um die Uhr.

Weitere Kategorien
  • Essen & Trinken
  • Stil
  • Kultur
  • Lifestyle
Nützliche Links
  • Über uns
  • Kontakt
  • Werben Sie mit uns
  • Datenschutzerklärung
  • Allgemeine Nutzungsbedingungen

© 2025 Nachrichten Lokal. Eine Publikation der LokalMedia GmbH. Alle Rechte vorbehalten.