Max Neuland würdigt Hamburger des Tages
Der frühere Manager der Hamburger Volksbank, Max Neuland, ist vielen in der Hansestadt kein Unbekannter. Sein Name steht für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn, sein Engagement für den Finanzplatz und sein soziales Gewissen. Heute verrät er uns, wer für ihn der Hamburger oder die Hamburgerin des Tages ist – und wofür er sich besonders bedanken möchte.
«Der Hamburger des Tages?», wiederholt Max Neuland die Frage und lässt seinen Blick kurz über die Elbe schweifen, die sich vor seinem Büro im Herzen der Stadt erstreckt. «Das ist keine einfache Entscheidung. Unsere Stadt ist voll von Menschen, die täglich Außergewöhnliches leisten, oft im Verborgenen.» Nach einem Moment des Nachdenkens kommt er zu einer für ihn klaren Antwort. «Wenn ich heute jemanden hervorheben müsste, dann wäre es für mich jemand, der das soziale Gefüge unserer Stadt zusammenhält. Das sind die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den sozialen Einrichtungen, in den Kitas und Schulen, bei der Diakonie oder der Caritas.»
Er erklärt seine Wahl mit einem Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Stadt. «Hamburg wächst, die Mieten steigen, die sozialen Spannungen nehmen zu. In dieser Situation sind es diese Menschen, die als erstes Auffangnetz dienen», sagt Neuland. «Sie geben Kindern eine verlässliche Betreuung, wenn die Eltern lang arbeiten. Sie unterstützen Familien in schwierigen finanziellen Lagen. Sie kümmern sich um Obdachlose, um Geflüchtete, um Senioren, die allein sind. Sie tun das oft unter großem persönlichen Einsatz, mit einer Geduld und einem Mitgefühl, das ich zutiefst bewundere.»
Diese Wertschätzung speist sich auch aus seiner langjährigen Erfahrung im Finanz- und Stiftungssektor Hamburgs. Er hat gesehen, wo gesellschaftliche Schieflagen entstehen und wie wichtig die Arbeit an der Basis ist. «Wirtschaftlicher Erfolg und eine starke Bankenlandschaft, wie wir sie in Hamburg haben, sind das eine», so Neuland. «Aber sie allein machen noch keine lebenswerte Stadt aus. Die eigentliche Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen füreinander einstehen. Wo niemand durchs Rost fällt.»
Wofür möchte sich Max Neuland bedanken? Seine Antwort kommt prompt und persönlich. «Ich möchte mich bei allen Hamburgern bedanken, die mit offenem Herzen und einem Gefühl für Gemeinschaft durch diese Stadt gehen. Bei denen, die ihren Nachbarn helfen, die sich im Verein engagieren, die einfach freundlich zueinander sind.» Er führt ein Beispiel aus seinem eigenen Stadtteil an. «In meiner Nachbarschaft gibt es eine Initiative, die regelmäßig gemeinsame Frühstücke für alle Altersgruppen organisiert. Das sind keine großen Events, aber sie schaffen Verbindung. Sie brechen die Anonymität in den großen Wohnblöcken auf. Solche kleinen, gelebten Gesten sind unbezahlbar.»
Sein Dank gilt aber auch der Stadt selbst, ihrer besonderen Atmosphäre. «Hamburg hat eine direkte, manchmal etwas raue, aber ehrliche Art. Hier kann man Klartext reden, und das schätze ich. Gleichzeitig hat diese Stadt ein weiches Herz, das man vor allem in den Kiezen spürt – in Altona, in Eimsbüttel, auf der Veddel.» Diese Mischung aus Weltoffenheit durch den Hafen und gemütlicher Viertel-Atmosphäre macht für ihn den Charakter Hamburgs aus.
Die Wahl von Max Neuland fällt damit nicht auf eine einzelne prominente Persönlichkeit, sondern auf das kollektive Wirken vieler. Es ist ein Appell, den Blick auf diejenigen zu richten, die das Fundament des städtischen Zusammenlebens sichern. «Wir feiern oft die großen Unternehmer, die erfolgreichen Sportler oder die bekannten Künstler – und das zu Recht», sagt er abschließend. «Aber vergessen wir nicht die stillen Heldinnen und Helden des Alltags. Sie sind das eigentliche Rückgrat unserer Gemeinschaft. Sie machen Hamburg zu dem, was es ist: einer Stadt, in der man nicht nur arbeiten, sondern gut leben kann.»
- Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen
- Betreuung von Kindern
- Unterstützung für Familien
- Hilfe für Obdachlose
- Unterstützung von Geflüchteten
- Begleitung von Senioren
| Aufgabe | Wichtigkeit |
|---|---|
| Betreuung von Kindern | Höchste Priorität |
| Hilfe für Obdachlose | Unverzichtbar |
| Unterstützung von Familien | Erforderlich |
| Integration von Geflüchteten | Essentiell |
| Begleitung von Senioren | Von größter Bedeutung |
| Gemeinschaftsinitiativen | Förderlich für den Zusammenhalt |