Man steht an der Ecke einer Baustelle, die stillsteht. Kein Lärm, kein Staub. Nur ein Bauzaun und ein halbfertiges Gerüst. Diese Stille ist laut geworden. Sie erzählt von einer Krise, die weit mehr ist als nur fehlende Betonwände.
Die neue Studie des Pestel-Instituts liefert erschreckende Zahlen: 84.600 Wohnungen wurden 2025 weniger gebaut als 2023. „Wirtschaftswachstum funktioniert nur mit mehr Wohnungsbau“, sagt Institutsleiter Matthias Günther. Ich spüre diese Behauptung im Alltag. Eine Freundin, Lehrerin, lehnte einen Traumjob in München ab. Der Grund? Keine bezahlbare Wohnung. Ihre Geschichte ist kein Einzelfall, sondern System. Wo kein Wohnraum ist, bleiben Stellen unbesetzt. Das bremst uns alle aus.
Die Branche blickt düster in die Zukunft. „2026 erwarten wir nochmal einen enormen Schlag nach unten“, prognostiziert Verbandspräsidentin Katharina Metzger. Gleichzeitig plant die Politik Kürzungen. Ein fatales Signal. Dabei bräuchte es jetzt Mut für neue Wege, wie den vereinfachten Gebäudetyp E.
Diese Krise ist mehr als eine Statistik. Sie ist der Grund, warum Familien zögern, warum Fachkräfte wegbleiben und warum unser gemeinsamer Wohlstand schwindet. Jede nicht gebaute Wohnung ist eine verlorene Zukunft.
- Weniger Wohnungsbau
- Wirtschaftswachstum gefährdet
- Mehr unbesetzte Stellen
- Kürzungen in der politischen Planung
- Verlorene Zukunft für Familien
- Mangel an bezahlbaren Wohnungen
| Jahr | Wohnungen gebaut |
|---|---|
| 2023 | X |
| 2025 | X – 84.600 |
| 2026 | Prognose: drastischer Rückgang |