Der VfB Stuttgart verliert seine Führung und das Spiel. Beim 2:3 gegen Borussia Mönchengladbach zeigte sich am Freitagabend in der Mercedes-Benz Arena ein bekanntes Bild. Nach einem starken Beginn mit dem frühen Demirovic-Tor zerfiel die Struktur. Das Team gab die Kontrolle aus der Hand und ließ den Gegner ins Spiel zurück. Gladbachs drei Punkte sind kein Zufall, sondern die konsequente Ausbeutung schwacher VfB-Minuten.
Trainer Sebastian Hoeneß benennt die Probleme direkt. «Es ist eine verdiente Niederlage. Zu viele Fehler haben sich eingeschlichen», sagt der Chefcoach. Die Statistiken geben ihm recht. Nach dem frühen 1:0 verzeichnete der VfB zwar mehr Ballbesitz, doch die zündenden Aktionen blieben aus. Statt das zweite Tor zu erzielen, erlaubte man Gladbach, Vertrauen zu fassen. Aus der Tribüne war deutlich zu spüren, wie die anfängliche Euphorie in frustrierte Stille umschlug. Selbst der dreifache Wechsel in der 55. Minute brachte nicht den gewünschten Impuls. Der Anschluss durch Demirovic in der 83. Minute kam zu spät.
Für den VfB ist dies die dritte Heimpleite in dieser Saison. Die Mannschaft wirkt derzeit verunsichert, besonders in defensiven Übergängen. Ermedin Demirovic fasst die Stimmung treffend zusammen: «Die Enttäuschung sitzt tief. Das ist nicht unser Anspruch.» Jetzt folgen zwei schwere Auswärtsspiele in Paderborn und Leverkusen. Der VfB muss seine Basics schnell wiederfinden, sonst droht die frühe Saison zu entgleisen. Die Mannschaft steht an einem Punkt, an dem Worte nicht mehr zählen, nur noch Taten auf dem Platz.
- Schwacher defensiver Übergang
- Zu viele individuelle Fehler
- Mangelnde Kommunikation auf dem Platz
- Unzureichender Torchancenverwertung
- Schwankende Leistung über das Spiel hinweg
- Fehlende Stabilität in der Defensive
| Spiel | Ergebnis | Stand |
|---|---|---|
| VfB Stuttgart vs Borussia Mönchengladbach | 2:3 | 1. Bundesliga |
| Heimspiel | Mercedes-Benz Arena |