Der Ruf des Südkurvenblocks hallt heute noch durch die Arena. Das 1:1 im vergangenen Klassiker, erkämpft durch eine wahre Sturmpower-Phase in der Schlussviertelstunde, zeigte das neue Gesicht dieser Dortmunder Mannschaft. Mit jetzt 14 Punkten aus sieben Spielen begegnen sie einem Bayern-Team, das zwar punktgleich an der Spitze steht, aber in München zuletzt ungewohnte Lücken ließ. Die Statistik spricht mit 61 Heimspielen ohne Niederlage für die Bayern. Doch die Stimmung hier draußen klingt nach einem Duell auf Augenhöhe.
Trainer Niko Kovac setzt voll auf die physische Präsenz seiner Mannschaft. „Wir müssen den Druck aushalten und dann unsere Chancen nutzen. Das ist der Schlüssel hier“, sagte der BVB-Coach im Vorbericht. Auf dem Rasen sieht man das in der kompakten 4-2-3-1-Formation, die schnelle Umschaltmomente sucht. Vincent Kompany dagegen vertraut weiter auf die Kontrolle durch sein Mittelfeld. Doch die Laufbereitschaft der Dortmunder Flügelspieler stellt die bayrische Viererkette immer wieder vor Probleme. Vom Spielfeldrand aus beobachtet man, wie jede Balleroberung des BVB die Stimmung auf den Gästeblöcken sofort anheizt.
Die Bedeutung dieses Ergebnisses reicht weit über die drei Punkte hinaus. Für Dortmund ist es ein Glaubwürdigkeitstest im Titelrennen. Für Bayern geht es darum, die Allianz Arena erneut als Festung zu zementieren. Der weitere Saisonverlauf beider Teams wird stark von den Eindrücken dieses Samstagabends geprägt. Es ist mehr als ein Spiel, es ist eine Messlatte.
- Physische Präsenz der Mannschaft
- Komplexe 4-2-3-1-Formation
- Schnelle Umschaltmomente
- Laufbereitschaft der Flügelspieler
- Stimmung auf den Gästeblöcken
- Bedeutung des Ergebnisses
| Mannschaft | Punkte | Heimspiele ohne Niederlage |
|---|---|---|
| Dortmund | 14 | N/A |
| Bayern | 14 | 61 |