Von der Seitenlinie aus sah es zunächst nach einem müden Samstagnachmittag in Stuttgart aus. Die Eintracht Frankfurt Frauen schienen schwer im Schritt. Das Top-Duo Wolfsburg und Bayern warf schon einen Blick zurück. Doch dann kam die zweite Halbzeit. Und mit ihr ein Stück Fußballkunst, das den Unterschied ausmachte. Larissa Mühlhaus brachte die Sache mit einem atemberaubenden Seitfallzieher ins Rollen. Dieser 1:0 Führungstreffer nach 49 Minuten veränderte alles.
Die Frankfurterinnen nutzten ihre technische Überlegenheit. Sie warteten geduldig auf ihre Chancen. Die rote Karte gegen Stuttgarts Dafina Redzepi in der 58. Minute gab ihnen dann den nötigen Raum. Trainer Niko Arancan sagte nach dem Spiel: «Wir haben in der ersten Hälfte unsere Spiele zu kompliziert gemacht. Nach der Pause waren wir viel direkter und effektiver.» Diese Effektivität zeigte sich in den klaren Chancen. Laura Freigang sorgte mit ihrem Kopfballtor nach einer einstudierten Eckballvariante für die wichtige 2:0 Beruhigung. Von der Tribüne war im Anschluss eine spürbare Erleichterung bei den mitgereisten Fans zu spüren.
Im letzten Spielminutentakt ergänzte Danique Tolhoek das 3:0. Das Ergebnis spiegelt die taktische Reife der Eintracht wider. Sie ließen dem VfB Stuttgart kaum echte Torgelegenheiten. Mit diesem dritten Auswärtssieg in Folge bleiben die Hessen dicht an der Spitze. Der Druck auf die beiden Verfolger bleibt hoch. Die Lücke zu den Führenden beträgt weiterhin nur wenige Punkte. Das Rennen um die Meisterschaft bleibt damit vollkommen offen. Die Eintracht zeigt, dass sie in dieser Saison ein echter Titelkandidat ist.
- Technische Überlegenheit der Frankfurterinnen
- Entscheidender Führungstreffer von Larissa Mühlhaus
- Rote Karte gegen Dafina Redzepi
- Kopfballtor von Laura Freigang
- Drittes Auswärtsspiel in Folge gewonnen
- Aufholjagd auf die Tabellenführer
| Spieler | Tore | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Larissa Mühlhaus | 1 | Seitfallzieher |
| Laura Freigang | 1 | Kopfballtor |
| Danique Tolhoek | 1 | Letzter Treffer des Spiels |