Artikel: Aus der Halbzeitgymnastik heraus zeigt sich ein anderes Bild. Hansa Rostock schiebt sich mutig nach vorne. Der Druck führt zu klaren Gelegenheiten. Das Ostseestadion schnappt nach Luft bei jeder Lücke in der Fortuna-Abwehr. Ein präziser Flanke findet Kopfballstürmer Alexander Rossipal. Sein Ball zwingt Fortunas Keeper Florian Kastenmeier zur Parade. Die Statistik zeigt es deutlich. Am Ende hat Hansa Rostock fünf Großchancen geschaffen. Fortuna Düsseldorf hingegen nur eine.
Trainer André Breitenreiter analysiert das Spiel trocken. „Die Jungs haben genau umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagt er. „Wir waren dominant, haben die Räume gut bespielt. Die Bälle müssen nur drin sein.“ Im Mittelpunkt steht einmal mehr Stürmer Rossipal. Er trifft die Pfosten, nicht das Netz. „Das ist die Geschichte meiner Saison bisher“, kommentiert der Angreifer mit einem Kopfschütteln. Diese Moments entscheiden Spiele. Heute blieben die Punkte liegen, weil der letzte Pass nicht saß oder der Abschluss fehlte.
Von der Tribüne spüre ich die Mischung aus Stolz auf die kämpferische Leistung und der puren Frustration über das verpasste Dreier-Geschenk. Die Kogge wirkt unter Breitenreiter bereits gefestigter. Die Ideen sind da. Nun muss die Effizienz folgen. Für die Fans bedeutet dieses Unentschieden einen kleinen Schritt nach vorne. Sie sehen endlich wieder einen Plan auf dem Platz. Der Weg aus dem Tabellenkeller bleibt jedoch ein Marathon. Jetzt gilt es, diesen guten Ansatz gegen Braunschweig in drei Punkte zu verwandeln. Die Basis dafür wurde heute gelegt.
- Hansa Rostock zeigte offensive Stärke
- Alexander Rossipal als Schlüsselspieler
- Trainer Breitenreiter lobt Umsetzung
- Viele Chancen, aber wenig Erfolg
- Mischung aus Stolz und Frustration
- Der Weg aus dem Tabellenkeller bleibt lang
| Stats | Hansa Rostock | Fortuna Düsseldorf |
|---|---|---|
| Großchancen | 5 | 1 |
| Ballbesitz | 58% | 42% |
| Schüsse aufs Tor | 10 | 3 |
| Ecken | 7 | 2 |
| Fouls | 12 | 10 |
| Abseits | 3 | 1 |