Manchmal siegt nicht das schönere Spiel, sondern das klügere. Das zeigten die Damen des Bremer HC am vergangenen Wochenende in Düsseldorf. Nach zwei bitteren Niederlagen im Penaltyschießen holten sie einen wichtigen 1:0-Auswärtssieg und klettern auf Platz drei der Bundesliga. Ein Triumph der Verteidigung und der mentalen Stärke.
«Wir haben uns echt entwickelt», sagt Topspielerin Lena Frerichs. Sie meint damit nicht spektakulären Offensivhockey. Es war ein hartes Stück Arbeit. «Das war nicht unsere beste Leistung», räumt sie ein. Entscheidend war Torhüterin Franziska Hagen. «Sie war überragend», lobt Frerichs. Das einzige Tor erzielte Karolina Diurczak in der 22. Minute. Danach hieß es: konzentrieren, kämpfen, das Ergebnis sichern. «Du musst kein Tor mehr schießen, wenn du 1:0 führst», bringt Frerichs die klare Philosophie auf den Punkt. Früher hätte man solche knappen Spiele vielleicht noch verloren, heute gewinnt man sie. Das ist der Fortschritt.
Jetzt stehen die letzten beiden Spiele vor der Winterpause an. Ein Doppelpack in Mannheim. Am Samstag gegen das Tabellenschlusslicht, am Sonntag gegen den Spitzenreiter. «Wir können befreit aufspielen», sagt Frerichs. Beim MHC ist man klar der Außenseiter. «Aber das liegt uns manchmal auch ganz gut», fügt sie mit einem Lächeln hinzu. Dieser Sieg in Düsseldorf gibt dem Team genau das, was es braucht: das Vertrauen, dass auch ohne Top-Tag alles möglich ist. Das ist oft der wichtigste Schritt nach vorne.
- Siege durch mentale Stärke
- Wichtige Auswärtssiege
- Torhüterin Franziska Hagen überragend
- Entwicklung der Mannschaft
- Konzentriertes Spiel
- Befreit aufspielen
| Spiel | Gegner | Datum | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Doppelpack | Tabellenschlusslicht | Samstag | 1:0 |
| Doppelpack | Spitzenreiter | Sonntag | – |