In Berlin-Kreuzberg haben mehrere tausend Menschen ein klares Signal gesendet. Sie fordern ein Ende der staatlichen Schikanen gegen queere Räume und den Schutz von transgeschlechtlichen Leben. Der Auslöser dieser großen Demonstration am Mariannenplatz war eine polizeiliche Durchsuchung. Sie traf vergangenen Sonntag das queere Zentrum «Casa Kua» in der Naunynstraße. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt dort wegen des Verdachts des illegalen Handels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Die Polizei sicherte Medikamente, Betäubungsmittel, Datenträger und Bargeld.
Für die Demonstrierenden ist dieser Einsatz jedoch mehr als eine Routineermittlung. Sie sehen darin einen gezielten Angriff auf einen sicheren Ort für trans, inter, nicht-binäre und queere Menschen. Die Casa Kua versteht sich als Gesundheitsprojekt. Ihr erklärtes Ziel ist es, den oft diskriminierenden Zugang zum deutschen Gesundheitssystem für diese Communities zu verbessern. Die Durchsuchung empfinden viele als massive Verunsicherung und Einschüchterung.
Die Polizei bestätigte dem rbb eine Teilnehmerzahl von rund 2.500 Menschen. Unter dem Motto «Hände weg von Trans Leben!» zogen sie vom Mariannenplatz durch Kreuzberg. Die Stimmung war entschlossen und solidarisch. Viele Transparente kritisierten die Kriminalisierung von queeren Hilfsstrukturen. Sie forderten staatlichen Schutz statt staatlicher Verfolgung.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen weiter. Für die queere Community in Berlin ist diese Demonstration jedoch eine deutliche Ansage. Sie wird sich nicht einschüchtern lassen. Sie fordert ihr Recht auf sichere Räume und eine diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung ein. Der Protest zeigt, dass Angriffe auf solche Projekte breiten Widerspruch hervorrufen. Die Stadtgesellschaft muss nun deutlich machen, ob sie diese Räume schützt oder ihre Kriminalisierung zulässt.
- Ende der staatlichen Schikanen
- Schutz von transgeschlechtlichen Leben
- Durchsuchung des «Casa Kua»
- Kriminalisierung von queeren Hilfsstrukturen
- Diskriminierungsfreier Zugang zum Gesundheitssystem
- Öffentlicher Protest und Solidarität
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Ort | Berlins Kreuzberg |
| Teilnehmerzahl | 2.500 |
| Motto | «Hände weg von Trans Leben!» |
| Leitgedanke | Schutz von queeren Räumen |
| Reaktion | Solidarität und Entschlossenheit |
| Ermittlungen | Staatsanwaltschaft Berlin |