Am Samstagabend im Mainzer Stadion bewies Niclas Füllkrug erneut, dass Tore keinem Kalender gehorchen. Mit zwei kaltblütigen Elfmeter-Treffern entschied er das 3:2 für Werder Bremen und schoss sich zum siebten und achten Saisontor in sechs Spielen in Folge. Diese Serie hatte in Bremen zuvor nur Rudi Völler geschafft. Unmittelbar nach dem Spiel reagierte der Werder-Kapitän im ZDF-Sportstudio gelassen auf Jürgen Klopps jüngste Äußerungen. Der Bundestrainer hatte Füllkrugs Alter von 33 Jahren als Faktor für eine Nationalmannschafts-Rückkehr genannt.
Füllkrugs Antwort war klar. Er sagte, für ihn sei das Alter in seiner Karriere nie ein Thema gewesen. Jeder könne aus Klopps Worten interpretieren, was er wolle. Seine Leistung auf dem Platz ist sein einziges Statement. Beim Spiel in Mainz spürte man seine Führungsqualität, die Ruhe, die er in hektischen Momenten ausstrahlt. Trainer Ole Werner verlässt sich in jeder Spielsituation auf ihn. Diese Verlässlichkeit ist aktuell in der Bundesliga schwer zu bezahlen.
- Er ist der erste Bremer Stürmer seit Jahrzehnten mit einer derartigen Torlaufbahn
- Sein Spiel ist geprägt von Intelligenz
- Er hat Abschlussstärke und Präsenz im Strafraum
- Diese Qualitäten altern nicht einfach weg
- Füllkrug versteht die Philosophie des neuen Bundestrainers
- Er zeigt, dass Erfahrung und Effizienz einen unschätzbaren Wert haben
Für Werder Bremen ist Füllkrugs Form goldwert. Er trägt die Mannschaft in einer intensiven Saisonphase. Seine Entwicklung zum absoluten Leader ist eine der Geschichten dieser Bundesliga-Saison. Die Diskussion um sein Alter wird weitergehen. Füllkrug selbst wird sie mit Toren beantworten. Das ist die Sprache, die er am besten spricht.
| Statistik | Wert |
|---|---|
| Saisontore | 8 |
| Spiele in Folge | 6 |
| Alter | 33 Jahre |
| Erster Bremer Stürmer seit | Jahrzehnten |
| Effizienz | Hoch |
| Führungsqualität | Vorhanden |