Rosalie Thomass spricht heute in einem neuen „Tatort“ ihren ersten Satz als Kommissarin. Gleichzeitig wirft sie einen schonungslosen Blick hinter die Kulissen der Filmbranche. Sie erzählt von einem System, das weibliche Körper und das Altern von Frauen oft als Problem behandelt.
Seit sie 28 ist, bekommt sie konsequent Rollenangebote für Frauen um die 40. „Ihr wollt einfach eine 40-jährige Frau mit einer 28-Jährigen besetzen“, sagt Thomass. Der Grund sei simpel: Frauen sollen in Filmen möglichst jung, drall und frisch aussehen. Diese Logik lehnt sie ab. Bei ihrem neuen Kinofilm „Lügen über meine Mutter“, für den sie auch das Drehbuch schrieb, erlebte sie einen anderen Umgang. „Ich hatte eine riesige Freude daran, dass mein Körper Platz hatte und als Arbeitsinstrument willkommen war“, beschreibt sie die ungewohnte Erfahrung am Set. Früher drehten sich Kostümproben oft nur darum, sie möglichst schlank wirken zu lassen.
Ihre Erfahrungen zeigen ein strukturelles Problem. Frauen über 40 sind im Film weit weniger präsent. Thomass fordert mehr als nur oberflächliche Veränderungen. Sie will echte Vielfalt vor und hinter der Kamera. Ihre neue Rolle als Kommissarin ist ein Schritt. Doch die Branche muss ihre Erzählungen und ihr Casting grundlegend überdenken. Es geht darum, welches Bild von Frauen wir wirklich sehen wollen.
- Rollen für Frauen über 40
- Vielfalt vor und hinter der Kamera
- Realistische Darstellungen von Frauen
- Rolle des weiblichen Alters im Film
- Strukturelle Probleme in der Branche
- Erneuerung der Erzählungen
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Vielfalt | Mehr visuelle Vielfalt in Filmen fördern |
| Rollenangebote | Erhöhung der Rollenangebote für Frauen über 40 |
| Repräsentation | Verbesserung der Repräsentation weiblicher Charaktere |
| Körperbilder | Echte Körperbilder im Film zeigen |
| Erzählperspektiven | Neue Perspektiven in Filmgeschichten einbringen |
| Branchentransparenz | Mehr Transparenz in der Filmindustrie schaffen |