In Dresden Löbtau steht ein Mehrfamilienhaus. Aus einer Wohnung im ersten Stock dringt dichter, schwarzer Rauch. Menschen schreien auf der Straße. Es ist der Moment, in dem sich eine normale Nacht für eine Familie in schreckliche Sekunden verwandelt. Bei einem Wohnungsbrand in der Nacht wurden sechs Mitglieder einer Familie schwer verletzt, darunter zwei sechsjährige Kinder mit schweren Brandwunden. Fünf weitere Hausbewohner, darunter drei kleine Kinder, erlitten eine Rauchgasvergiftung. Die Feuerwehr spricht von einer Verpuffung. Knapp sechzig Einsatzkräfte, Rettungswagen und sogar zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Das Feuer zerstörte eine Wohnung. Es hinterließ eine verängstigte Nachbarschaft und viele offene Fragen.
Für die Feuerwehr Dresden begann der Großeinsatz in der Nacht. Die ersten Kräfte trafen vor dem Mehrfamilienhaus in Löbtau ein. Bewohner standen bereits draußen vor dem Gebäude. Aus einem Fenster im ersten Obergeschoss quoll dichter, schwarzer Rauch. Die Lage war sofort klar. Hier brannte es nicht nur, hier hatte es eine Verpuffung gegeben. Das sind plötzliche, explosive Verbrennungen, die extreme Gefahr bedeuten. Die Rettungskräfte mussten sofort handeln. Sie kämpften sich durch den Rauch in die Wohnung. Dort fanden sie die verletzte Familie.
Zwei sechsjährige Kinder und zwei Erwachsene hatten schwere Brandwunden erlitten. Alle vier gehören zu derselben Familie. Ihre Verletzungen sind lebensgefährlich. Rettungssanitäter leisteten sofort erste Hilfe. Zwei Rettungshubschrauber landeten in der Nähe, um die Schwerverletzten schnell in Spezialkliniken zu fliegen. Das ist ein Zeichen für die Ernsthaftigkeit der Lage. Gleichzeitig zeigten fünf weitere Menschen aus dem Haus Symptome einer Rauchgasvergiftung. Drei davon waren Kinder im Alter von einem, vier und sieben Jahren. Auch eine 37-jährige Frau und ein 40-jähriger Mann waren betroffen. Sie alle atmeten die giftigen Gase ein, die bei jedem Hausbrand entstehen. Ein Rettungswagen nach dem anderen fuhr vor. Sanitäter untersuchten und behandelten die Menschen direkt vor Ort. Die betroffene Wohnung ist laut Feuerwehr nicht mehr bewohnbar. Das Feuer zerstörte die Lebensmittelpunkt einer Familie komplett.
Löbtau ist ein Stadtteil mit einer besonderen Mischung. Hier gibt es alte, gründerzeitliche Mietshäuser neben modernisierten Wohnblöcken. Die Nachbarschaften sind oft eng. Viele Familien leben hier. Ein solcher Vorfall erschüttert die gesamte Straße. Anwohner stehen am Morgen danach zusammen. Sie fragen sich, wie so etwas passieren konnte. Sie sorgen sich um die verletzten Kinder. Sie fragen nach der Brandursache. Die Feuerwehr kann darauf noch keine Antwort geben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei haben gerade erst begonnen. Experten werden die ausgebrannte Wohnung jetzt millimetergenau untersuchen. Sie suchen nach der Quelle des Feuers. Mögliche Ursachen sind vielfältig. Sie reichen von:
- technischen Defekten an Elektrogeräten
- unbeaufsichtigten Kerzen
- und anderen Ursachen
Bis die Beamten Ergebnisse vorlegen, bleibt nur die Ungewissheit.
Ein Brand mit solchen Folgen wirft auch grundsätzliche Fragen auf. Wie sicher sind unsere Wohnungen? Die Feuerwehr Dresden weist immer wieder auf präventive Maßnahmen hin. Rauchmelder sind in Sachsen in allen Wohnungen Pflicht. Sie retten Leben, weil sie früh warnen. In diesem Fall befanden sich die Bewohner bereits beim Eintreffen der Feuerwehr außerhalb der Wohnung. Das deutet darauf hin, dass entweder der Rauchmelder funktionierte oder die Menschen durch den Rauch und die Verpuffung selbst geweckt wurden. Eine weitere wichtige Maßnahme sind Feuerlöscher in den Hausfluren. Sie können Entstehungsbrände löschen, bevor die Feuerwehr eintrifft. Auch das Wissen, wie man sich im Brandfall verhält, ist entscheidend. Es gibt einige Grundregeln:
| Regel | Beschreibung |
|---|---|
| Türen schließen | Verhindert die Ausbreitung des Rauchs |
| anderen Bewohnern Bescheid sagen | Warnen Sie Nachbarn und helfen Sie ihnen |
| die Feuerwehr unter 112 rufen | So schnell wie möglich Hilfe anfordern |
| Gebäude zügig verlassen | Flucht ohne Aufzug |
| Rauch vermeiden | Direkt über den Boden kriechen |
| Keine Rückkehr | Verlassen Sie das Gebäude und kehren Sie nicht zurück |
Für die schwerverletzte Familie beginnt jetzt ein langer und schwieriger Weg. Schwere Brandwunden bedeuten oft monatelange Krankenhausaufenthalte, viele Operationen und intensive Rehabilitation. Die psychischen Wunden bei den Kindern und den Erwachsenen sind dabei mindestens genauso tief. Die Nachbarn im Haus müssen mit der Angst umgehen. Sie haben den Rauch gerochen, die Sirenen gehört, die verletzten Kinder gesehen. Das lässt niemanden unberührt. Die Dresdner Stadtverwaltung und soziale Dienste werden nun gefordert sein. Sie müssen der Familie bei der Unterbringung helfen, da ihre Wohnung zerstört ist. Sie müssen den anderen Hausbewohnern mögliche Unterstützung anbieten. In solchen Momenten zeigt sich, wie eine Stadtgemeinschaft funktioniert.
Die Löbtauer werden nicht allein bleiben. Die Feuerwehr wird ihren offiziellen Bericht vorlegen. Die Polizei ermittelt. Sozialarbeiter können Gespräche anbieten. Und die Nachbarschaft selbst hat schon oft bewiesen, dass sie zusammenhält. Spontane Hilfsangebote für die betroffene Familie werden sicherlich folgen. Die Bilder der Nacht in Löbtau bleiben trotzdem. Sie erinnern uns daran, wie zerbrechlich die normale Alltäglichkeit sein kann. Wie aus einem ruhigen Abend in einer Wohnung plötzlich eine lebensbedrohliche Situation für eine ganze Familie wird. Die Hoffnung liegt jetzt auf den Ärzten in den Kliniken, die die Verletzten behandeln. Und auf den Ermittlern, die Klarheit schaffen sollen, damit so ein Unglück vielleicht in Zukunft verhindert werden kann.