Die Sondierungen in Berlin wirken seit Wochen wie ein Dauerstreit. In Neukölln fragt eine Mutter nach einem sicheren Schulplatz. Am Alexanderplatz sorgt ein Mieter für Unruhe. Der Streit um Rot-Grün-Rot betrifft sie alle. Parteipolitik wirkt hier mit. Verwaltung, Wohnen und Vertrauen sind direkt betroffen. Der Kommentar von Daniel Bax vom 30. Oktober 2026 beschreibt das Muster. Er schreibt über „Widerstand gegen Rot-Grün-Rot in Berlin“. Zu einem Foto lautet die Bildzeile: „Diesem Anfang wohnt kein Zauber inne.“ Gemeint sind die Sondierungen zwischen Grünen, Linker und SPD.
Viele Berliner erleben diese Debatte als fremd. Sie hören Begriffe wie Staatsräson und Palästina-Solidarität. Sie lesen Schlagzeilen über Fotos und Leaks. Sie wollen aber Busse, Kitas und bezahlbare Wohnungen. Die Frage lautet, ob die Regierung diese Arbeit schafft. Bax sieht darin eine nationale Schicksalsfrage ohne Not. Er kritisiert Journalisten, Politiker und Boulevardmedien. Seiner Analyse nach dominiert Empörung über einzelne Personalien. Davon rückt die Sachpolitik in Berlin ab.
Berlin hat rot-rot-grüne Erfahrung. Von 2016 bis 2021 regierte eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen. Sie blieb nicht ohne Konflikte. Deshalb wirkt die aktuelle Frage nach einer neuen Verbindung vertraut. In der Verfassung steht die Wahl der Regierung nicht zur Debatte. Sondierungen prüfen erst, ob eine Zusammenarbeit möglich ist. Danach verhandeln Gremien und Fraktionen über Verträge. Am Ende wählt das Abgeordnetenhaus den Regierenden Bürgermeister. Bürger können die Prozesse in Bezirksämtern und Fraktionen verfolgen. Die Zuständigkeit liegt bei den gewählten Parteien, nicht bei Zeitungen.
Neukölln gilt als junger, vielfältiger Bezirk. Prenzlauer Berg steht für dichtes Wohnen und Konflikt. Friedrichshain zeigt seit Jahren hohe Mietbelastungen. Diese Orte sind nicht bloßer Hintergrund. Sie entscheiden, wie Politik ankommt. Wenn Medien nur über Kieze schreiben, verlieren Bewohner Vertrauen. Ihr Kiez braucht eine stabile Verwaltung.
Der Text von Bax verweist auf die Wahl im September. Laut Bax ließ die Linke die CDU in Berlin klar hinter sich. In manchen Bezirken habe sie fast jede zweite Stimme geholt. Solche Zahlen zeigen eine starke lokale Verankerung. Bax nennt das Ergebnis Volkspartei-Niveau. Sie zeigen auch, warum SPD und CDU nervös reagieren. Von dem Stand kann die SPD in vielen Bezirken nur träumen. Bax zitiert Robin Alexander: „in der Stadt, wo der Holocaust geplant wurde“. Jörg Thadeusz endet nach Bax mit „Am Israel Chai“. Bax beschreibt den Ausruf als nationalistisch.
Der Autor kritisiert auch die Welt und den Spiegel. Er nennt den Leak an den Spiegel einen groben Vertrauensbruch. Ein Mitarbeiter habe ein Word-Dokument weitergegeben. Darin seien vertrauliche Anmerkungen gewesen. Medien machen den Fehler groß. Bax schreibt: „Es ist wie ein Fieber.“ Das Muster betrifft viele Berliner Lokalpolitiker.
Antisemitismus ist keine Bagatelle. Jüdische Berliner müssen Schutz und Respekt erfahren. Die Stadt trägt Verantwortung für Synagogen und Schulen. Auch Gewalt gegen Muslime darf kein Nebenbefund sein. Beides gehört zu einer ehrlichen Stadtpolitik. Aber Empörung über einzelne Abgeordnete ersetzt keine Faktenprüfung. Die Linke muss Vorwürfe ernsthaft prüfen. Wer eine Koalition nur durch Fotos verhindern will, verfehlt das Ziel. Bewohner merken schnell, wenn Verwaltung symbolhaft streitet.
Bax beschreibt ein Muster, das viele Berliner kennen. Sein Urteil lautet: „Es wird nie genug sein.“ Er nennt auch die Rote Hilfe als Vorwand. Davon abgesehen bleibt die Frage nach sozialer Sicherheit. Im Wedding wartet eine Familie auf eine Wohnung im sozialen Bau.
- In Lichtenberg fehlt eine Kinderärztin in der Nähe.
- In Spandau ärgert sich ein Pendler über ausgefallene S-Bahnen.
- In Kreuzberg streiten Nachbarinnen über Miete und Lärm.
- Ein Haus braucht Sanierung.
- Ein Haus braucht Energie.
- Ein Haus braucht Verwaltung, die anruft.
Andere Großstädte erleben ähnliche Koalitionsdebatten. Hamburg ringt um Haushaltsmittel und Verkehr. Bremen sucht seit Jahren eine stabile Mitte. Frankfurt diskutiert Wohnraum und Flughafenlärm. Der Unterschied in Berlin ist die Symbolik. Die Stadt steht unter nationaler Beobachtung. Jede Entscheidung wirkt wie ein Testfall für Deutschland. Bax erwähnt die Fahne vor dem Roten Rathaus. Er kritisiert die Debatte über Waffenlieferungen. Das ist eine nationale Frage. Sie wirkt dennoch in Berlin hinein.
Steffen Krach von der SPD soll nach Bax eine Voraussetzung genannt haben. Demnach geht es um eine Abgeordnete in der Fraktion. Ein solches Signal könnte die Sondierungen belasten. Die Grünen müssen ihre Basis mitnehmen. Die Linke steht unter Dauertest. Die CDU profitiert von den Konflikten im linken Lager. Bax nennt die möglichen Partner eine „Koalition der Wahlverlierer“.
Für viele Wählerinnen klingt das wie „Pech gehabt“. Bax nennt das eine Beleidigung der demokratischen Entscheidung. Laut Bax gaben viele junge und weibliche Wähler mit Migrationsgeschichte der Linken ihre Stimme. Bax betont, dass die SPD davon nur träumen kann. Viele Berlinerinnen und Berliner fragen, ob ihre Wahl ernst genommen wird.
| Kategorie | Beispiel |
|---|---|
| Wohnen | Bezahlbare Wohnungen |
| Verkehr | Ausgefallene S-Bahnen |
| Bildung | Fehlende Kitas |
| Gesundheit | Fehlende Ärzte |
| Verwaltung | Stabile Verwaltung |
| Sicherheit | Schutz vor Gewalt |
Sie können an Sitzungen der Bezirksverordnetenversammlung teilnehmen. Sie können Eingaben an das Abgeordnetenhaus senden. Sie können bei Fraktionen und Senatsverwaltungen nachfragen. Termine finden Sie auf den Seiten der Bezirke. Wer mitredet, erhöht den Druck auf Verlässlichkeit. Aber Beteiligung braucht Zeit, Sprache und Barrierefreiheit.
Regieren heißt, Probleme zu lösen. Eine Koalition der Linken kann keine Fehler auslöschen. Sie muss Antisemitismus klar benennen und schützen. Sie muss Kitas, ÖPNV und Verwaltung schnell verbessern. Die Berliner Medien haben eine Verantwortung für Fairness. Sie sollten nicht jeden Einzelfall zur Regierungsschranke machen. Bewohner werden sehen, ob eine Regierung handelt. Wenn Verwaltung, Wohnen und Sicherheit besser laufen, wächst Vertrauen. Wenn sie nur Schlagzeilen produziert, verliert Berlin Zeit. Der Maßstab bleibt ein sicherer Weg zur Kita.