Am Alexanderplatz in Mitte rollen wieder die Bagger. Der Alexander Tower Berlin 2025 bekommt neuen Auftrieb. Nach fast vier Jahren Baustopp sind die Bauarbeiten am Freitag gestartet. Der Hamburger Entwickler DCD Services führt nach eigenen Angaben Erdgeschossarbeiten aus.
Der österreichische Baukonzern Porr übernimmt erneut die Arbeiten. Er nutzt die Baugenehmigung von 2018. Der Entwickler hat rund 6000 Quadratmeter Untergeschossfläche erschlossen. Der Kran soll ab dem 3. November wieder laufen.
Lothar Schubert ist Gesellschafter bei DCD Services. Er sagt: “Es ist wahrscheinlich der richtige Zeitpunkt.” Bis 2030 will er den Turm fertigstellen. DCD Services will mit Equora Capital zusammenarbeiten.
Der 150 Meter hohe Turm soll mehr als 300 Wohnungen bekommen. Dazu kommen 295 Hotelzimmer und Gewerbeflächen. Ein Teil soll günstiger Wohnraum werden. Wie viele Sozialwohnungen kommen, ist offen.
Wenn Sie am Alexanderplatz wohnen, betrifft Sie das direkt. Der Platz verbindet U-Bahn, Tram, Busse und Einkauf. Ein Hochhaus kann Wohnraum bedeuten. Ein Hotel kann Touristen anziehen.
Das alte Konzept war stärker auf Eigentum ausgerichtet. DCD Services sagt: “Wir müssen das Projekt auf Berlin übersetzen.” Lothar Schubert spricht von Mietwohnungen. Zwischen 40 und 100 Metern Höhe sind kompakte Mietwohnungen geplant.
- 300 Wohnungen
- 295 Hotelzimmer
- Gewerbeflächen
- Günstiger Wohnraum
- Mietwohnungen zwischen 40 und 100 Metern Höhe
- Eigentumswohnungen mit drei oder vier Zimmern
Darüber sollen Eigentumswohnungen mit drei oder vier Zimmern stehen. Die Preise nennt DCD Services noch nicht. Der Hotelbereich entspricht etwa der gehobenen Kategorie. Ein Betreiber soll gefunden sein.
Die Baugenehmigung für das neue Konzept fehlt noch. Die Wiederaufnahme soll die alte Genehmigung retten. Wenn die Stadt die Pläne prüft, muss sie die Folgen erklären. Sonst verliert Berlin schnell Vertrauen.
Die Geschichte des Projekts ist brisant. Monarch Group kaufte das Grundstück 2013. Die Firma sitzt in Moskau. Sergej Ambartsumyan war die zentrale Figur.
2019 legte er mit Michael Müller den Grundstein. Dann brachte der Krieg in Ukraine die Arbeiten zum Stillstand. Sanktionen blockierten internationale Zahlungen nach Russland. Der Anwalt Detlef Stoecker nannte “Einschränkungen im Zahlungsverkehr mit Russland”.
Medien berichteten 2023 über zehn Millionen Euro Vertragsstrafe. Die landeseigene BIM wollte die Summe vollstrecken. Diese Altlast habe das Projekt “gewissermaßen geerbt”, sagte Schubert. Die Finanzierung nannte er konservativ.
Anfang Oktober verkaufte Monarch Group 49 Prozent. Equora Capital kaufte die Anteile. Monarch Group blieb zunächst 51 Prozent. Schubert will die russische Gruppe ganz ablösen.
“Wenn wir die Zustimmung der Stadt haben,” sagt er, “ist Monarch raus.” Er will noch dieses Jahr auf 100 Prozent gehen. Das Projektvolumen liegt bei rund 400 Millionen Euro. Die Summe enthält den Anteil an Monarch Group.
Die genaue Höhe ist nicht offen. Murat Aye gründete Equora Capital 2025. Er führt die Firma in Luxemburg. DCD Services übernimmt die Entwicklung.
| Aspekte | Details |
|---|---|
| Projektvolumen | 400 Millionen Euro |
| Höhe des Turms | 150 Meter |
| Wohnungen | 300+ |
| Hotelzimmer | 295 |
| Gewerbeflächen | Ja |
| Sozialwohnungen | Offen |
Equora gibt Eigenkapital, Banken geben Kredite. Beide Firmen wollen festgefahrene Projekte neu aufstellen. Die Prüfung läuft. Sie betrifft Herkunft und Wirtschaftlichkeit.
Stadt und Investoren müssen sie offenlegen. Das schützt die Gemeinschaft. Schubert sagt: “Wir möchten unbedingt, dass hier am Alexanderplatz mehr Wohnungen entstehen.” Für Berlin ist der Fall politisch heikel.
Der Alexanderplatz gehört zum Bezirk Mitte. Die Stadt muss Genehmigung, Wohnqualität und Sanktionsrecht zusammendenken. Transparente Verfahren sind hier zentral. Aus meiner Beobachtung hat der Baustopp viel Ärger erzeugt.
Leere Flächen am Platz wirken negativ. Ein laufender Bau kann Sicherheit zeigen. Doch die Zahlen zu geförderten Wohnungen entscheiden. Wenn nur wenige Wohnungen gefördert sind, hilft der Turm wenigen.
Wenn mehr entstehen, stärkt das gemischte Wohnen. Für junge Familien wäre bezahlbarer Wohnraum zentral. Für ältere Anwohner zählt der Weg zu Tram und Einkauf. Andere Großstädte kennen stockende Projekte.
In vielen Städten brauchen Investoren klare Regeln. Berlin ist durch alte Russlandverbindungen stärker gefordert. Kontrolle und Rechtssicherheit sind deshalb wichtig. Sie können die Baupläne beim Bezirksamt Mitte verfolgen.
Prüfen Sie Beschlüsse und Fristen bei Stadtentwicklung Berlin. Fragen Sie nach dem Stand der Genehmigung. Öffentliche Sitzungen im Bezirk sind dafür gute Anlässe. Der Alexander Tower Berlin 2025 zeigt eine Chance.
Aber die Stadt muss Wohnqualität durchsetzen. Wenn die Arbeiten bis 2030 laufen, wird Berlin genau hinsehen. Blicken Sie über den Kran hinaus. Zahlen zu geförderten Wohnungen sind entscheidend.
Der neue Investor braucht Vertrauen. Berlin braucht Transparenz. Der Alexanderplatz soll ein Ort für viele bleiben.