Ich sitze am Frenther Balkon und sehe Plakate an Laternenpfählen. Kein Politprotest. Das sind Schüler. Sie rufen sich für Samstag selbst zusammen. Diese Gen Z regelt das nun einfach. Mehr als 20.000 Menschen werden allein in NRW erwartet, die meisten davon in Köln.
Es geht ihnen um ganz konkrete Dinge. Bezahlbare Mieten. Gute Bildung. Klimaschutz. Eine klare Ablehnung der Wehrpflicht. Eine junge Organisatorin sagte mir gestern: „Wir wollen keine leeren Versprechungen mehr. Wir wollen Lösungen.“ Das ist dieser pragmatische, direkte Ton, der diese Generation auszeichnet. Sie hält weniger Reden und macht mehr Aktionen. Ich erinnere mich an meine ersten Demos. Da ging es viel um große Theorien. Heute geht es um den Busfahrplan im Dorf und die Studiengebühren.
Das Innenministerium sieht zwar keine Anhaltspunkte für Krawalle wie in Frankreich. Aber Innenminister Herbert Reul kündigt trotzdem eine harte Linie an. Robuste Polizeieinsätze sollen Krawallmacher stoppen. „In größtmöglichem Umfang“ stünden Kräfte bereit, heißt es aus seinem Ministerium. Man will auf alles vorbereitet sein.
Am Ende zeigt dieser Samstag etwas sehr Deutsches. Die Jugend meldet sich laut zu Wort. Und der Staat stellt sich mit vielen Polizisten an die Straßenecke. Das ist unser besonderes Verhältnis zwischen Protest und Ordnung. Ich hoffe, am Ende zählen die vielen jungen Gesichter und ihre berechtigten Forderungen. Nicht nur die Absperrgitter.
- Bezahlbare Mieten
- Gute Bildung
- Klimaschutz
- Ablehnung der Wehrpflicht
- Konkrete Lösungen
- Direkte Aktionen
| Punkt | Details |
|---|---|
| Bezahlbare Mieten | Forderung nach bezahlbarem Wohnraum für Studenten und Schüler |
| Gute Bildung | Verbesserung des Bildungssystems |
| Klimaschutz | Initiativen für mehr Umweltschutz |
| Wehrpflicht | Ablehnung der Wiedereinführung der Wehrpflicht |
| Direkte Aktionen | Praktische Lösungen anstelle von leeren Versprechungen |
| Zusammenhalt | Solidarität unter der Generation Z |