Die Debatte um Kinderernährung nimmt wieder Fahrt auf. Beim Spaziergang durch Supermarktregale fällt mir auf: Fast überall locken zuckerhaltige Produkte in kindgerechter Verpackung. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert nun klare Konsequenzen: eine Zuckersteuer und strengere Regeln für Smartphones bei Kindern.
«Wir brauchen endlich eine Zuckersteuer für besonders süße Getränke«, erklärt Reinhardt gegenüber dem Spiegel. Diese Forderung begleitet mich seit Jahren in meiner Berichterstattung. Die wissenschaftliche Faktenlage scheint eindeutig. In meinem Bekanntenkreis kämpfen viele Eltern täglich gegen die Zuckerverführung im Alltag ihrer Kinder.
Reinhardt sieht neben der Ernährung auch digitale Medien als Gesundheitsrisiko. Smartphones sollten für Grundschulkinder tabu sein. Das erinnert mich an ein Gespräch mit einer Grundschullehrerin letzte Woche. Sie berichtete von Konzentrationsproblemen bei Kindern mit intensiver Smartphone-Nutzung.
Die Ärzteschaft fordert zudem eine grundlegende Gesundheitsreform. Unser System müsse von Krankheitsbehandlung auf Prävention umstellen. Als ich kürzlich eine Vorsorgeuntersuchung wahrnahm, wurde mir bewusst: Prävention spielt im Gesundheitssystem tatsächlich oft nur eine Nebenrolle.
Während politische Entscheidungen noch ausstehen, bleibt die Frage: Wann setzen wir endlich auf echten Gesundheitsschutz für unsere Kinder? Die Forderungen liegen auf dem Tisch. Nun braucht es politischen Willen zur Umsetzung.