Der Winter zeigt seine gefährliche Seite. Gestern wurde das Allgäu von einem tragischen Lawinenunglück erschüttert. Ein 46-jähriger Skitourengeher verlor am Wannenkopf bei Oberstdorf sein Leben, nachdem er von einer Lawine erfasst wurde. Die verschneiten Berggipfel, die uns sonst mit ihrer Schönheit verzaubern, verwandelten sich in eine tödliche Falle.
Die Bergrettung rückte sofort aus, nachdem Augenzeugen den Vorfall meldeten. Trotz schneller Hilfe kam jede Rettung zu spät. «Bei solchen Lawinenabgängen zählt jede Minute. Die Überlebenschancen sinken nach 15 Minuten unter der Schneemasse drastisch», erklärt Bergrettungsleiter Michael Hofmann. Der Verunglückte war allein unterwegs, was die Rettungsaktion erschwerte. Niemand konnte die genaue Verschüttungsstelle angeben.
Erst letztes Wochenende war ich selbst im Allgäu zum Winterwandern. Die Warnschilder und roten Flaggen waren nicht zu übersehen. Die Lawinengefahr wurde auf Stufe 3 eingestuft – erheblich. Dennoch unterschätzen viele Wintersportler die Risiken. Sie verlassen gesicherte Routen oder ignorieren Warnhinweise.
Dieser Vorfall mahnt uns alle zur Vorsicht. Die Berge schenken uns unvergessliche Momente, fordern aber Respekt. Während die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen, bleibt eine Familie in Trauer zurück. Die winterliche Bergwelt bleibt unberechenbar – ihre Schönheit und Gefahr liegen oft erschreckend nah beieinander.