In der Dortmunder Innenstadt kommt es ab Mitte Juni zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Arbeiten betreffen zahlreiche Stadtbahn- und Buslinien und werden den Alltag vieler Pendler und Anwohner beeinflussen. Die Stadtwerke Dortmund (DSW21) haben einen umfassenden Plan erstellt, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten.
Bauarbeiten im Stadtzentrum sorgen für Unterbrechungen
Die Gleisbauarbeiten konzentrieren sich auf die zentrale Kreuzung am Reinoldikirchplatz und den angrenzenden Bereich der Kampstraße. «Die Schienen und Weichen in diesem stark frequentierten Abschnitt müssen dringend erneuert werden», erklärt Michael Schmidt, Sprecher der DSW21. «Diese Infrastrukturmaßnahmen sind unvermeidbar, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit unseres Netzes zu gewährleisten.»
Vom 17. Juni bis voraussichtlich 7. Juli 2024 werden die Stadtbahnlinien U41, U42, U43, U44 und U46 nicht durch die Innenstadt fahren können. Besonders betroffen ist der Streckenabschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und der Stadtgartenhaltestelle.
Diese Stadtbahnlinien sind betroffen
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
- U41: Die Linie wird geteilt und verkehrt nur zwischen Brambauer und Hauptbahnhof sowie zwischen Hörde und Stadtgarten.
- U42: Fährt nur zwischen Signal Iduna Park und Grevel. Die Innenstadt wird nicht angefahren.
- U43: Verkehrt ausschließlich zwischen Brackel und Stadtgarten. Die Verbindung zum Hauptbahnhof entfällt.
- U44: Die Linie wird ebenfalls geteilt und fährt nur zwischen Marten und Stadtgarten sowie zwischen Westfalenhallen und Hombruch.
- U46: Der Betrieb erfolgt nur zwischen Brunnenstraße und Hauptbahnhof sowie zwischen Westfalenhallen und Hacheney.
Ersatzverkehr mit Bussen
Um die Einschränkungen abzufedern, richtet DSW21 einen umfangreichen Ersatzverkehr mit Bussen ein. «Wir setzen zusätzliche Busse auf den Strecken ein, die von den Sperrungen betroffen sind», sagt Schmidt. «Die Ersatzbusse werden in einem dichten Takt verkehren, um Wartezeiten möglichst gering zu halten.»
Die Ersatzbusse folgen weitgehend den Linienverläufen der Stadtbahnen, können jedoch nicht alle Haltestellen direkt anfahren. An manchen Stellen müssen Fahrgäste kurze Fußwege in Kauf nehmen. Besonders im Berufsverkehr sollten Pendler mehr Zeit einplanen.
Auswirkungen auf den Busverkehr
Auch mehrere Buslinien sind von den Bauarbeiten betroffen:
- Die Linien 453 und 462 werden umgeleitet und halten nicht an allen gewohnten Haltestellen.
- Bei den Buslinien 444, 447 und 452 kommt es zu geänderten Abfahrtszeiten.
- Die NachtExpress-Linien fahren an den Wochenenden alternative Routen.
Informationen für Fahrgäste
DSW21 hat verschiedene Informationsangebote eingerichtet:
- An allen betroffenen Haltestellen werden Hinweistafeln mit Umleitungsinformationen aufgestellt.
- Das Servicepersonal wird verstärkt an den wichtigsten Umsteigepunkten präsent sein.
- In der DSW21-App und auf der Webseite gibt es detaillierte Informationen zu allen Änderungen.
- Eine Sonder-Hotline ist unter 0231/9553333 eingerichtet.
«Wir bitten alle Fahrgäste um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen», sagt Schmidt. «Die Arbeiten finden bewusst in der Ferienzeit statt, wenn das Fahrgastaufkommen geringer ist.»
Besondere Herausforderungen für Pendler
Für Berufspendler, die täglich auf die Stadtbahnen angewiesen sind, bedeuten die Bauarbeiten eine besondere Herausforderung. DSW21 empfiehlt, wenn möglich alternative Routen zu nutzen oder mehr Zeit einzuplanen. «Wer kann, sollte in diesem Zeitraum eventuell auf Homeoffice ausweichen oder Fahrgemeinschaften bilden», rät Schmidt.
Besonders an den ersten Tagen der Sperrung könnte es zu Verzögerungen und Überfüllungen kommen, bis sich alle an die veränderte Situation gewöhnt haben. Die Stadtwerke setzen daher verstärkt Servicepersonal ein, um bei Fragen und Problemen zu helfen.
Langfristige Verbesserungen in Aussicht
Die Bauarbeiten sind Teil eines größeren Modernisierungsprogramms des Dortmunder Nahverkehrs. «Nach Abschluss der Arbeiten werden die Fahrgäste von einer zuverlässigeren Infrastruktur profitieren», betont Schmidt. «Die neuen Weichen und Gleise ermöglichen einen reibungsloseren Betrieb und reduzieren das Risiko von störungsbedingten Ausfällen.»
Weitere Baumaßnahmen sind für die kommenden Jahre geplant, werden aber nach Möglichkeit so koordiniert, dass sie nicht zu ähnlich umfangreichen Einschränkungen führen. DSW21 arbeitet zudem an einem verbesserten Konzept für Ersatzverkehre bei künftigen Baumaßnahmen.
Fahrgäste sollten sich regelmäßig über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informieren, da es bei günstigem Baufortschritt auch zu vorzeitigen Wiederinbetriebnahmen einzelner Streckenabschnitte kommen kann.