Wenn Klaus Weihrauch vom Burger Ballspiel Club erzählt, spürt man echte Anteilnahme. „Gerade am Monatsende haben viele Rentner nicht mal mehr Geld, um alle Lebenserhaltungskosten zu decken», sagt der Initiator des neuen sozialen Projekts. In Burg soll nun einmal monatlich kostenloses Essen Abhilfe schaffen. Eine Initiative, die zeigt: Altersarmut ist längst keine Randerscheinung mehr.
Der BBC hat erkannt, was viele verdrängen. Rentnerinnen und Rentner stehen zunehmend unter Druck. Steigende Lebensmittelpreise, höhere Energiekosten – die Liste ist lang. Das neue Angebot verbindet praktische Hilfe mit Gemeinschaft. Nicht nur der gefüllte Teller zählt, sondern auch das Beisammensein. Ich habe kürzlich eine ältere Nachbarin getroffen. Sie erzählte, wie schwer ihr der Gang zur Tafel fällt. Scham spielt eine große Rolle. Vielleicht gelingt es dem BBC, diese Hemmschwelle zu senken. Der sportliche Rahmen wirkt niedrigschwelliger als klassische Hilfsangebote. Zudem können sich Rentner selbst einbringen und engagieren. Das stärkt die Würde.
Projekte wie dieses zeigen einen Weg aus der sozialen Isolation. Sie machen Altersarmut sichtbar, ohne zu stigmatisieren. Burg geht voran – hoffentlich folgen andere Städte. Denn eines ist klar: Niemand sollte am Monatsende hungern müssen. Solidarität beginnt oft im Kleinen.