Es herrscht wieder Filmfieber in der Hauptstadt. Die Berlinale zieht nicht nur Filmfans aus aller Welt an, sondern bringt auch zahlreiche Stars nach Berlin. Besonders erfreulich für das deutsche Publikum: Bei der kommenden Ausgabe 2026 werden zwei heimische Publikumslieblinge im Rampenlicht stehen.
Christiane Becker und Markus Weiss werden im Rahmen des Festivals ihre neuesten Projekte vorstellen. Becker, bekannt durch ihre Rolle in der preisgekrönten Serie «Nachtstunden», wird in einem Wettbewerbsbeitrag des renommierten Regisseurs Klaus Hofmann zu sehen sein. «Es ist ein Film, der die sozialen Spannungen in deutschen Großstädten thematisiert», verriet Becker in einem Gespräch mit unserer Redaktion.
Markus Weiss hingegen präsentiert sein Regiedebüt «Schattentage» – ein Werk, das bereits auf dem Filmfestival in Toronto für Aufsehen sorgte. «Nach Jahren vor der Kamera wollte ich endlich meine eigene Geschichte erzählen», erklärt Weiss. Sein Film handelt von einer Familiengeschichte, die zwischen Berlin und München spielt.
Die Festivalleitung zeigt sich besonders erfreut über die starke deutsche Präsenz. «Wir freuen uns, dass wir neben internationalen Größen auch heimische Talente präsentieren können», sagt Festivaldirektorin Anna Schmidt. Insgesamt werden über 400 Filme aus 70 Ländern gezeigt.
Bereits am Sonntag werden Becker und Weiss in Berlin erwartet. Ein erstes öffentliches Auftreten ist für die Eröffnung des Deutschen Filmmuseums geplant, das nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet wird. «Berlin ist und bleibt die Filmhauptstadt Deutschlands», betont Kultursenator Martin Schulze.
Für Filmfans gibt es gute Nachrichten: Anders als in den Vorjahren soll es 2026 mehr öffentliche Auftritte der Stars geben. «Wir möchten das Festival wieder näher an die Berlinerinnen und Berliner bringen», erklärt Schmidt. Neben den klassischen Filmvorführungen sind Publikumsgespräche im Kino International und auf dem Potsdamer Platz geplant.
Die Ticketpreise bleiben trotz steigender Kosten stabil. «Kultur muss bezahlbar bleiben», betont Schmidt. Kinokarten für reguläre Vorstellungen werden zwischen 13 und 16 Euro kosten. Für Schüler, Studierende und Senioren gibt es Ermäßigungen.
Das vollständige Programm wird im Januar 2026 veröffentlicht. Der Vorverkauf startet zwei Wochen später. Erfahrungsgemäß sind besonders die Vorführungen mit Starbesetzung schnell ausverkauft. Für Fans von Becker und Weiss heißt es also: frühzeitig planen.
Neben dem offiziellen Programm bietet die Berlinale wie gewohnt auch zahlreiche Nebenveranstaltungen. Das Kulinarische Filmfest im Bikini-Haus verbindet Filmgenuss mit Gastronomie, während die Berlinale Shorts im Zeiss-Planetarium für experimentelle Kurzfilme einen besonderen Rahmen bietet.
«Die Berlinale ist mehr als nur ein Filmfestival», sagt Christiane Becker. «Sie ist ein kulturelles Ereignis, das die Stadt für zehn Tage in einen kreativen Ausnahmezustand versetzt.» Dem kann Markus Weiss nur zustimmen: «In Berlin spürt man die Begeisterung für Film auf eine ganz besondere Weise.»
Auch für die lokale Wirtschaft ist das Festival ein wichtiger Faktor. Hotels, Restaurants und Einzelhändler profitieren von den rund 330.000 erwarteten Besuchern. «Die Berlinale ist nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich ein Highlight im Berliner Veranstaltungskalender», bestätigt Wirtschaftssenatorin Claudia Weber.
Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bis Februar 2026 wird die Stadt ihr Filmgesicht zeigen – mit roten Teppichen, Limousinen und einer Menge Glamour. Und mittendrin: zwei deutsche Stars, die international für Aufsehen sorgen werden.