In München hat die Bäckerei K & O Back-Kollektiv einen umfassenden Rückruf für mehrere Brotsorten gestartet. Der Grund ist alarmierend: In einigen Produkten könnten Glassplitter enthalten sein. Die Splitter sind mit bloßem Auge kaum erkennbar und stellen eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar.
Die Warnung betrifft verschiedene Brotsorten, die zwischen dem 14. und 16. Januar 2024 verkauft wurden. Kunden sollten besonders auf Weizen-Dinkel-Brot, Roggenvollkornbrot und Bauernbrot aus diesem Zeitraum achten. Die Bäckerei rät dringend davon ab, diese Produkte zu verzehren.
«Wir haben bei einer Routinekontrolle festgestellt, dass möglicherweise Glassplitter in den Teig geraten sind», erklärt Lisa Müller, Sprecherin der Bäckerei. «Die Sicherheit unserer Kunden hat für uns oberste Priorität, deshalb haben wir sofort einen Rückruf eingeleitet.»
Das Lebensmittelüberwachungsamt München wurde umgehend informiert und überwacht den Rückruf. Bereits verkaufte Brote können in allen Filialen der Bäckerei zurückgegeben werden. Kunden erhalten den vollen Kaufpreis zurück, auch ohne Kassenbon.
Glassplitter im Essen können zu ernsthaften Verletzungen im Mund, Rachen und im gesamten Verdauungstrakt führen. In schlimmeren Fällen drohen innere Blutungen oder Verletzungen der Speiseröhre. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Kinder.
Die Bäckerei hat inzwischen ihre Produktionsabläufe überprüft. Eine defekte Lampe in der Backstube war vermutlich die Ursache für die Verunreinigung. Diese wurde inzwischen ausgetauscht, und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wurden eingeführt.
«Wir haben alle unsere Backwaren einer gründlichen Kontrolle unterzogen und die Produktionsräume komplett gereinigt», versichert Müller. «Neue Produkte sind nicht betroffen und können bedenkenlos verzehrt werden.»
Das K & O Back-Kollektiv, ein mittelständisches Unternehmen mit sechs Filialen im Münchner Stadtgebiet, ist bekannt für seine handwerklich hergestellten Brote. Der aktuelle Vorfall ist der erste Rückruf in der zehnjährigen Geschichte der Bäckerei.
Verbraucher mit Fragen können sich an die eigens eingerichtete Hotline der Bäckerei wenden, die täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar ist. Das Unternehmen bittet alle Kunden, die Information auch an Freunde und Verwandte weiterzugeben, die möglicherweise betroffene Produkte gekauft haben.
Die städtischen Behörden loben das schnelle und transparente Handeln der Bäckerei. «Das Unternehmen hat vorbildlich reagiert und sofort alle notwendigen Schritte eingeleitet», erklärt Stefan Berger vom Münchner Lebensmittelüberwachungsamt.
Für Stammkunden der Bäckerei kommt der Rückruf überraschend. «Ich kaufe hier seit Jahren mein Brot», sagt Anwohnerin Gisela Schmidt. «Es ist erschreckend, aber ich finde es gut, dass sie offen damit umgehen und uns informieren, anstatt das Problem zu verschweigen.»
Experten raten, bei allen Lebensmittelrückrufen stets die Warnungen ernst zu nehmen. «Besser einmal zu vorsichtig sein, als gesundheitliche Risiken einzugehen», betont Ernährungsberaterin Dr. Claudia Weiss. Gerade bei nicht sichtbaren Gefahren wie Glassplittern sei besondere Vorsicht geboten.