Am ausverkauften RheinEnergieStadion erlebt der 1. FC Köln heute eine Zerreißprobe gegen RB Leipzig. Bereits zur Halbzeit steht es 0:2 aus Kölner Sicht. Die Sachsen dominieren mit 68% Ballbesitz das Geschehen und ließen den Domstädtern kaum Raum zur Entfaltung. Die frühe Führung durch Olmo in der 7. Minute setzte den Ton für einen schwierigen Nachmittag.
Die Effizienz der Leipziger ist beeindruckend. Jede Umschaltsituation strahlt Gefahr aus. Köln findet kein Mittel gegen das schnelle Kombinationsspiel. «Wir werden zu passiv nach Ballverlusten», kritisierte FC-Trainer Schultz in der Halbzeit-Analyse. Besonders die rechte Abwehrseite der Kölner wirkt anfällig. Das zweite Tor durch Sesko nach 34 Minuten resultierte aus genau dieser Schwachstelle. Die Stimmung im Stadion bleibt trotz Rückstand erstaunlich positiv. «Jetzt erst recht»-Rufe schallen durch die Arena. Das Publikum glaubt noch an die Wende.
Auffällig: Leipzigs Defensive steht bombensicher. Die wenigen Kölner Angriffsversuche verpufften bislang wirkungslos. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Leipzig verzeichnete bisher sechs Torschüsse, Köln nur einen. Die zweite Halbzeit wird zur Charakterfrage für die Geißböcke. Ein weiterer Gegentreffer könnte die endgültige Entscheidung bedeuten. Doch im Fußball ist nichts unmöglich – besonders nicht im stimmungsvollen Müngersdorfer Stadion. Die Fans hoffen auf einen verbesserten FC-Auftritt nach dem Seitenwechsel.