Ein brennender Reisebus hat am heutigen Dienstagmorgen auf der A52 bei Essen für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Gegen 9:30 Uhr geriet der Bus zwischen den Anschlussstellen Essen-Rüttenscheid und Essen-Haarzopf in Brand. Die Rauchsäule war weithin sichtbar und sorgte für Besorgnis bei vielen Verkehrsteilnehmern.
«Es war beängstigend. Plötzlich sah ich nur noch schwarzen Rauch über der Autobahn», berichtet Augenzeugin Maria Schmidt, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zur Arbeit war. Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes keine Fahrgäste im Bus. Der Fahrer konnte das Fahrzeug rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt.
Die Feuerwehr Essen rückte mit einem Großaufgebot aus und begann sofort mit den Löscharbeiten. Die Einsatzkräfte sperrten die Autobahn in Fahrtrichtung Düsseldorf vollständig, was zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen führte.
Kilometerlanger Stau und Verkehrschaos
Der Vorfall zog massive Auswirkungen auf den Verkehr nach sich. Die Vollsperrung der A52 in Richtung Düsseldorf sorgte für einen Rückstau von mehr als acht Kilometern. Autofahrer mussten Geduld aufbringen – viele steckten über zwei Stunden im Stau fest.
«Ich komme von einem wichtigen Termin und stehe hier seit über einer Stunde. Es geht kaum vorwärts», klagte Pendler Thomas Müller, der die Strecke täglich nutzt. Die Polizei leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Essen-Rüttenscheid ab.
Die Auswirkungen waren auch im Essener Stadtgebiet deutlich spürbar. Umleitungsstrecken und alternative Routen waren schnell überlastet. Besonders im Essener Süden staute sich der Verkehr auf den Hauptverkehrsadern. Die Stadt Essen riet Verkehrsteilnehmern, den Bereich großräumig zu umfahren.
Ursache noch ungeklärt
Die genaue Brandursache ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Ersten Erkenntnissen zufolge könnte ein technischer Defekt im Motorraum des Reisebusses den Brand ausgelöst haben. Der Busfahrer berichtete gegenüber der Polizei, dass er während der Fahrt plötzlich Rauchentwicklung bemerkt hatte und daraufhin sofort auf den Standstreifen fuhr.
«Es ist noch zu früh, um eine endgültige Aussage zur Brandursache zu treffen. Unsere Experten untersuchen den ausgebrannten Bus», erklärte Polizeisprecherin Laura Weber.
Bergungsarbeiten und Wiederherstellung des Verkehrs
Die Bergung des ausgebrannten Reisebusses gestaltete sich schwierig. Spezialfahrzeuge mussten anrücken, um das Wrack von der Autobahn zu entfernen. Gleichzeitig untersuchten Straßenexperten, ob der Fahrbahnbelag durch die große Hitze beschädigt wurde.
Nach Abschluss der Lösch- und ersten Bergungsarbeiten konnte gegen 12:30 Uhr zunächst eine Fahrspur wieder freigegeben werden. Die vollständige Freigabe der Autobahn erfolgte erst am frühen Nachmittag, als auch die letzten Aufräumarbeiten abgeschlossen waren.
Die Autobahnmeisterei Essen prüfte den Zustand der Fahrbahn und gab nach einer gründlichen Untersuchung grünes Licht für den Verkehr. Glücklicherweise waren keine strukturellen Schäden an der Fahrbahn entstanden.
Reaktionen und Empfehlungen
Die Verkehrsbehörden empfehlen Pendlern, die regelmäßig die A52 nutzen, für die kommenden Tage mehr Zeit einzuplanen. Obwohl die Sperrung aufgehoben wurde, könnte es in den Hauptverkehrszeiten weiterhin zu erhöhtem Verkehrsaufkommen kommen.
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) wies Pendler darauf hin, wenn möglich auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. «Besonders in Stoßzeiten kann die Nutzung von Bus und Bahn eine stressfreie Alternative sein», betonte VRR-Sprecher Martin Schneider.
Der Vorfall erinnert an die Bedeutung regelmäßiger Wartungen und Kontrollen bei Fahrzeugen, besonders bei Bussen, die viele Personen befördern. «Wir sind dankbar, dass keine Passagiere im Bus waren und niemand verletzt wurde», so ein Sprecher des betroffenen Busunternehmens. «Die Sicherheit unserer Fahrgäste hat für uns höchste Priorität.»
Die Polizei Essen bittet Zeugen, die den Brand beobachtet haben oder Hinweise zur Entstehung geben können, sich mit der Verkehrspolizei in Verbindung zu setzen. Die Ermittlungen zum genauen Hergang und zur Ursache des Brandes dauern an.