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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Berlin > Butterpreis Verfall Brandenburg 2024: Brandenburger Bauern kritisieren Preissturz
Berlin

Butterpreis Verfall Brandenburg 2024: Brandenburger Bauern kritisieren Preissturz

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Dezember 29, 2025 5:44 am
Julia Becker
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In den Kühlregalen märkischer Supermärkte sinken die Butterpreise deutlich. Ein 250-Gramm-Stück kostet aktuell oft unter 1,70 Euro – vor wenigen Monaten waren es noch über zwei Euro. Der Landesbauernverband Brandenburg zeigt sich irritiert über diese Entwicklung und kritisiert die Preispolitik des Lebensmittelhandels scharf.

«Der aktuelle Preisrutsch bei Butter ist für uns völlig unverständlich«, erklärt Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg, im Gespräch mit unserer Redaktion. «Die Produktionskosten für unsere Milchviehbetriebe sind weiterhin hoch, gleichzeitig sinken die Erlöse. Diese Rechnung geht für die Landwirte nicht auf.»

Besonders frustrierend für die Bauern: Die Preissenkungen im Handel spiegeln nicht die tatsächliche Kostensituation in den Betrieben wider. Futter, Energie und Personal bleiben teuer. Gleichzeitig sinkt der Milchauszahlungspreis, den die Molkereien an die Landwirte zahlen. Dieser liegt derzeit bei etwa 38 Cent pro Kilogramm – noch vor einem Jahr waren es über 40 Cent.

Die Situation trifft die Milchviehbetriebe in Brandenburg besonders hart. Die Region gehört nicht zu den klassischen Milchproduktionsgebieten Deutschlands und kämpft mit strukturellen Herausforderungen. Nur noch rund 140 Milchviehbetriebe gibt es im Land, die Tendenz ist weiter sinkend. In den letzten zehn Jahren hat sich ihre Zahl fast halbiert.

Handelskonzerne unter Verdacht

Der Bauernverband vermutet hinter den niedrigen Butterpreisen eine gezielte Strategie der großen Handelsketten. «Butter ist ein klassischer Eckpreisartikel«, erläutert Wendorff. «Die Kunden achten besonders auf diesen Preis und ziehen daraus Rückschlüsse auf das allgemeine Preisniveau eines Geschäfts. Der Handel nutzt Butter als Lockmittel, oft zu Lasten der Erzeuger.»

Diese Praxis sei besonders problematisch, da die Milchviehbetriebe kaum Verhandlungsmacht gegenüber den wenigen großen Handelskonzernen hätten. «Der Markt ist extrem konzentriert. Wenn die großen Vier im Lebensmittelhandel den Preis drücken, haben weder die Molkereien noch die Landwirte eine echte Alternative», kritisiert der Verbandspräsident.

Dabei hatte sich die Situation für die Milchbauern nach den schwierigen Corona-Jahren zeitweise entspannt. 2022 und Anfang 2023 stiegen die Milchpreise auf ein Rekordniveau von teilweise über 50 Cent pro Kilogramm. Doch diese Phase war nur von kurzer Dauer.

Verbraucher profitieren kurzfristig

Für Verbraucher bedeuten die gesunkenen Butterpreise zunächst eine Entlastung beim Einkauf. Nach den starken Preissteigerungen der letzten Jahre kommt die Entwicklung bei vielen Kunden gut an. «Natürlich freue ich mich, wenn Grundnahrungsmittel wieder günstiger werden», sagt Claudia Schneider aus Potsdam beim Einkauf in einem Supermarkt in der Brandenburger Straße.

Doch die günstigeren Preise könnten langfristig Folgen haben, warnt der Bauernverband. «Wenn die Erlöse für die Landwirte dauerhaft unter den Produktionskosten liegen, werden weitere Betriebe aufgeben», befürchtet Wendorff. «Das bedeutet weniger regionale Erzeugung, längere Transportwege und letztlich auch weniger Nachhaltigkeit.»

Die Milchviehbetriebe in Brandenburg stehen bereits unter enormem wirtschaftlichen Druck. Neben den Preisschwankungen machen ihnen auch Umweltauflagen, Bürokratie und der Fachkräftemangel zu schaffen. In manchen Regionen, besonders in der Uckermark und im Fläming, prägen Milchkühe noch immer das Landschaftsbild – doch ihre Zahl nimmt stetig ab.

Forderung nach faireren Handelspraktiken

Der Landesbauernverband fordert daher faire Handelspraktiken und eine angemessene Vergütung für die Erzeuger. «Es kann nicht sein, dass die Landwirte immer häufiger zum Ausfallbürgen der Preispolitik werden», betont Wendorff. Der Verband setzt sich für mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette ein und appelliert an die Politik, gegen unfaire Handelspraktiken vorzugehen.

Auch Agrarminister Axel Vogel (Grüne) hatte sich in der Vergangenheit für eine stärkere Position der Landwirte in der Lebensmittelkette ausgesprochen. «Wer nachhaltige und regionale Landwirtschaft will, muss auch bereit sein, den Erzeugern faire Preise zu zahlen», erklärte er bei einem Besuch auf einem Milchviehbetrieb in der Prignitz im vergangenen Herbst.

Für die Verbraucher bleibt die Situation zwiespältig: Einerseits entlasten niedrigere Lebensmittelpreise das Haushaltsbudget, andererseits gefährden sie langfristig die regionale Erzeugung. «Wir müssen uns als Gesellschaft fragen, was uns heimische Lebensmittel wert sind», gibt Wendorff zu bedenken. «Billiges Essen hat oft einen hohen Preis – nur zahlen ihn meist nicht die Verbraucher, sondern die Bauern, die Umwelt oder Menschen in anderen Teilen der Welt.»

In den nächsten Wochen will der Landesbauernverband das Gespräch mit Vertretern des Lebensmittelhandels suchen, um auf die schwierige Situation der Milchviehbetriebe aufmerksam zu machen. Ob dies zu einer Änderung der Preispolitik führen wird, bleibt jedoch fraglich. Zu stark ist der Wettbewerb im Einzelhandel, zu groß der Druck, mit günstigen Angeboten Kunden anzulocken.

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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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