Der Signal Iduna Park bebte, doch die Euphorie erlosch. Borussia Dortmund kam gegen einen dezimierten 1. FC Köln nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Die Mannschaft von Trainer Nuri Sahin verspielte eine Zwei-Tore-Führung. In der 87. Minute schlug der Schock zu. Tim Lemperle traf zum späten Ausgleich.
Die Schwarz-Gelben dominierten die erste Halbzeit nach Belieben. Julian Brandt und Serhou Guirassy brachten den BVB komfortabel in Führung. Doch nach der Pause fehlte die Konsequenz. Die Kölner kämpften sich zurück ins Spiel. Trainer Gerhard Struber motivierte seine Mannschaft trotz Personalsorgen beeindruckend. Die Defensive des BVB wirkte zunehmend verunsichert und anfällig.
Besonders bitter: Köln spielte mit stark dezimierter Mannschaft. Dennoch fanden die Gäste immer wieder Lücken. Die Dortmunder Abwehr ließ gefährliche Räume offen. Nico Schlotterbeck und seine Kollegen verloren entscheidende Zweikämpfe. Auf der Südtribüne machte sich Frust breit. Die Gesänge verstummten nach dem späten Gegentreffer. Sahin wirkte nach Abpfiff sichtlich angespannt am Spielfeldrand.
Dieses Unentschieden wirft Fragen auf. Der Titelkampf duldet solche Ausrutscher nicht. Die Mentalität muss sich schnellstens verbessern. Sonst droht dem BVB erneut eine enttäuschende Saison. Die nächsten Wochen werden zeigen: Hat diese Mannschaft genug Charakter? Der Weg zur Meisterschaft verlangt mehr Konstanz und Killerinstinkt.