Die Zahlen sind da, und sie zeichnen ein klares Bild. Die CDU hat die Kommunalwahl in Hessen 2026 gewonnen. Mit 29,8 Prozent liegt sie deutlich vor SPD und AfD. Fast 4,7 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung stieg auf 54,3 Prozent. Das ist spürbar mehr als 2021.
In meinem Bekanntenkreis wurde heftig diskutiert. Viele hatten mit einem knapperen Rennen gerechnet. Doch die CDU legte 1,3 Prozentpunkte zu. Die SPD verlor deutlich: minus 3,2 auf 20,8 Prozent. Die AfD sprang von 6,8 auf 14,8 Prozent. Ein Zuwachs von acht Prozentpunkten. Das verändert die politische Landschaft merklich. Auch die Grünen mussten Federn lassen. Sie rutschten auf 14,0 Prozent ab. Ein Minus von 4,4 Prozentpunkten.
Ministerpräsident Boris Rhein nannte es eine «echte Richtungswahl». Seine Partei habe diese mit Abstand gewonnen. «Dieser große Erfolg ist die Bestätigung für die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre», so Rhein. Die CDU gewann rund 300 Mandate hinzu. Interessant sind die regionalen Unterschiede. In Körle holte die SPD 62,3 Prozent. Die FDP wurde in Rosenthal mit 40 Prozent stärkste Kraft. Solche Ergebnisse zeigen die lokale Verankerung der Parteien.
Die komplexe Auszählung dauert bei Kommunalwahlen länger. Kumulieren und Panaschieren machen es kompliziert. Das vorläufige Ergebnis weicht kaum vom Trend ab. Die endgültigen Zahlen kommen Ende März oder Anfang April. Bis dahin bleibt eine Gewissheit. Die politische Mitte in Hessen hält. Trotz Zugewinnen der Ränder. Das stimmt nachdenklich und hoffnungsvoll zugleich.