Der Herbst in Landau zeigt nicht nur fallende Blätter, sondern auch sinkende Sympathiewerte für unseren Oberbürgermeister. Dominik Geißler steht zunehmend in der Kritik. Seine Führungsqualitäten werden hinterfragt, während die Stadtverwaltung in einer Vertrauenskrise steckt. Was vor zwei Jahren mit Hoffnung begann, gleicht heute einem kommunalpolitischen Drama.
Die Liste der Vorwürfe ist lang. Entscheidungsschwäche, mangelnde Präsenz und eine gewisse Sprunghaftigkeit prägen das Bild des OBs. «Ein Oberbürgermeister muss klare Linien vorgeben und Entscheidungen treffen, auch wenn sie unbequem sind», kritisiert ein langjähriger Stadtrat, der anonym bleiben möchte. Besonders problematisch: Geißlers häufiges Fehlen bei wichtigen Terminen. Erst kürzlich glänzte er bei einer entscheidenden Ausschusssitzung durch Abwesenheit.
Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Verwaltungsmitarbeiterin im Sommer. «Wir wissen oft nicht, woran wir sind», seufzte sie. «Manchmal werden Entscheidungen getroffen, dann wieder verworfen.» Diese Unbeständigkeit scheint symptomatisch. Hinzu kommen die internen Querelen mit Bürgermeister Lukas Hartmann, die längst kein Geheimnis mehr sind. Die politische Führungsriege der Stadt wirkt zerstritten wie selten zuvor.
Die Landauer verdienen eine funktionsfähige Stadtverwaltung und klare Führung. Geißler hat noch Zeit, das Ruder herumzureißen. Doch die Uhr tickt. Die Bürger beobachten genau, ob er den Übergang vom sympathischen Kandidaten zum durchsetzungsstarken Stadtoberhaupt noch schaffen kann. Landau braucht keine Irrlichter, sondern einen Leuchtturm in stürmischen Zeiten.