Die leuchtenden Augen der Bayern-Scouts waren nicht zu übersehen. Christos Tzolis, einst Fortuna Düsseldorfs Offensiv-Juwel, steht beim deutschen Rekordmeister auf dem Zettel. Der Grieche verzauberte die 2. Bundesliga mit 23 Toren und 11 Vorlagen in der vergangenen Saison. Eine beeindruckende Quote, die höchste der Liga bei direkten Torbeteiligungen.
Die Münchner Interesse kommt nicht von ungefähr. Tzolis› Spielstil passt perfekt ins Bayern-System. Seine Schnelligkeit und Abschlussstärke erinnern an frühe Robben-Tage. «Christos hat dieses besondere Etwas, das nur wenige Spieler besitzen», schwärmte sein ehemaliger Trainer Daniel Thioune während unseres Gesprächs am Spielfeldrand. Die technische Raffinesse des 22-Jährigen begeisterte regelmäßig die Fans in Düsseldorf. Sein Markenzeichen: präzise Abschlüsse nach Dribblings von der rechten Seite.
Norwich City, sein Stammverein, der ihn an Fortuna verlieh, fordert angeblich 15 Millionen Euro. Eine Summe, die für Bayern kein Hindernis darstellen dürfte. Für die Düsseldorfer Fans bleibt die bittere Erkenntnis: Ihr Aufstiegsheld wäre finanziell nicht zu halten gewesen. Die Atmosphäre beim letzten Heimspiel, als Tzolis mit Tränen in den Augen applaudierte, bleibt unvergessen.
Für den FC Bayern könnte Tzolis die perfekte Ergänzung im Kader sein. Sein steiler Aufstieg erinnert an viele Talente, die in München zu Weltstars reiften. Ob der griechische Nationalspieler diesen Weg gehen wird? Die Weichen scheinen gestellt. Der Fußballsommer verspricht in dieser Transfersaga noch einige spannende Kapitel.