Am Sonntag kam es am Flughafen Dortmund zu erheblichen Störungen im Flugverkehr. Mehrere Maschinen mussten nach Köln/Bonn umgeleitet werden, während andere Flüge komplett ausfielen. Für viele Reisende bedeutete dies lange Wartezeiten und kurzfristige Planänderungen.
Der Grund für die Probleme war eine Kombination aus technischen Schwierigkeiten und Personalengpässen. Die Flughafenverwaltung bestätigte, dass insgesamt acht Flüge betroffen waren – fünf davon wurden umgeleitet, drei weitere komplett gestrichen.
«Wir mussten leider kurzfristig mehrere Flüge umleiten, da wir aufgrund eines technischen Problems bei gleichzeitigem Personalmangel nicht alle ankommenden Maschinen sicher abfertigen konnten», erklärte Flughafensprecher Thomas Weber. «Die Sicherheit unserer Passagiere hat immer oberste Priorität.«
Besonders betroffen waren Verbindungen nach Osteuropa und in die Türkei. Passagiere, die nach Kattowitz, Budapest oder Istanbul reisen wollten, mussten zum Teil stundenlang warten, bis Klarheit über ihre Weiterreise bestand. Die Fluggesellschaften bemühten sich, Ersatztransporte per Bus zum Flughafen Köln/Bonn zu organisieren, von wo aus einige der umgeleiteten Maschinen später starteten.
Familie Müller aus Unna gehörte zu den Betroffenen. «Wir standen schon am Gate, als die Durchsage kam, dass unser Flug nach Budapest gestrichen wurde. Mit zwei kleinen Kindern und dem ganzen Gepäck war das wirklich stressig», berichtete Sabine Müller. «Die Information war anfangs sehr spärlich, aber immerhin hat die Airline uns dann ein Taxi nach Köln/Bonn organisiert.»
Nach Angaben des Flughafens waren die Probleme am späten Sonntagnachmittag behoben. «Ab 17 Uhr konnten wir wieder zum Normalbetrieb zurückkehren«, so Weber. «Für Montag erwarten wir keine weiteren Einschränkungen.»
Reisende, deren Flüge gestrichen wurden, haben laut EU-Verordnung Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises oder eine alternative Beförderung zum Zielort. Bei Verspätungen von mehr als drei Stunden können zudem Entschädigungsansprüche bestehen. Die betroffenen Airlines haben Hotlines eingerichtet, um Passagieren bei der Geltendmachung ihrer Ansprüche zu helfen.
Der Dortmunder Flughafen empfiehlt allen Reisenden, sich vor Abfahrt zum Flughafen über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren. Dies ist über die Webseite des Flughafens oder direkt bei der jeweiligen Fluggesellschaft möglich.
Die Verbraucherzentrale NRW rät betroffenen Passagieren, alle Belege für zusätzliche Kosten wie Taxi- oder Hotelrechnungen aufzubewahren. «Diese können unter Umständen von der Airline erstattet werden«, erklärt Verbraucherschützerin Kerstin Schmidt. «Wichtig ist, alle Kommunikation mit der Fluggesellschaft schriftlich zu dokumentieren.»
Solche Störungen sind am Dortmunder Flughafen eher selten. Mit rund 2,5 Millionen Passagieren jährlich ist er deutlich kleiner als die Nachbarn in Düsseldorf oder Köln/Bonn, gilt aber als wichtiges Drehkreuz für den östlichen Teil des Ruhrgebiets und das angrenzende Sauerland.