Vom eisigen Trainingsgelände in Düsseldorf weht ein Hauch von Veränderung herüber. Die Fortuna steht als Aufstiegskandidat solide da, doch Sportdirektor Mislintat sucht nach Verstärkungen für die Rückrunde. Nach elf Zweitligaspielen steht das Team mit 18 Punkten auf Platz sechs – nur drei Zähler hinter dem begehrten Relegationsplatz.
Am Flinger Broich wird intensiv an der Kaderplanung gearbeitet. «Wir scannen den Markt permanent», verriet Mislintat kürzlich nach dem Training. «Aber wir werden keine Transfers um der Transfers willen tätigen.» Die Problemzonen sind identifiziert: Besonders in der Offensive sucht die Fortuna nach mehr Durchschlagskraft. Nur 14 erzielte Tore sprechen eine klare Sprache. Im Fokus steht dabei der ehemalige Hoffenheimer Robert Skov, dessen Vertrag ausläuft. Seine Flanken und Standards könnten das Fortuna-Spiel beleben.
Auch in der Defensive besteht Handlungsbedarf. Der Ausfall von Stammkraft André Hoffmann wiegt schwer. Talentscout Felix Knauff beobachtete zuletzt mehrfach Keven Schlotterbeck vom SC Freiburg, der kaum Spielzeit erhält. Mit seiner Zweikampfstärke wäre er eine wertvolle Option.
Die Atmosphäre in der Kabine bleibt trotz Transfergerüchten fokussiert. Beim gestrigen Abschlusstraining spürte man den unbedingten Aufstiegswillen. Die Winterpause wird zeigen, ob Mislintat seine Wunschkandidaten an den Rhein locken kann. Für die Fortuna-Fans bleibt die Hoffnung: Mit den richtigen Verstärkungen könnte der Traum von der Bundesliga-Rückkehr greifbarer werden als je zuvor.