Die Winterpause neigt sich dem Ende zu, und bei Fortuna Düsseldorf herrscht rege Betriebsamkeit auf dem Transfermarkt. Während die Mannschaft sich auf die Rückrunde in der 2. Bundesliga vorbereitet, arbeitet Sportvorstand Klaus Allofs gemeinsam mit Sportdirektor Christian Weber und dem neuen Kaderplaner Sven Mislintat intensiv daran, den Kader zu verstärken.
Mit dem Mittelfeldakteur Yannik Engelhardt von Bundesligist SC Freiburg wurde bereits ein vielversprechender Neuzugang präsentiert. Der 23-jährige defensive Mittelfeldspieler wechselte auf Leihbasis bis zum Saisonende an den Rhein und soll die durch Verletzungen entstandene Lücke im zentralen Mittelfeld schließen.
Doch dabei will es die Fortuna nicht belassen. Sven Mislintat, der erst seit Kurzem bei den Rot-Weißen tätig ist, hat noch einige Transferkandidaten im Visier. Nach dem Abgang von Daniel Ginczek zum Drittligisten Hallescher FC und den langfristigen Verletzungen von Marcel Sobottka und André Hoffmann besteht vor allem im zentralen Mittelfeld und in der Innenverteidigung Handlungsbedarf.
«Wir schauen uns den Markt genau an und sind in Gesprächen mit mehreren interessanten Spielern», erklärt Klaus Allofs in einem Pressegespräch. «Die Verstärkungen müssen sportlich und charakterlich zu unserem Team passen. Wir wollen keine Transfers um der Transfers willen tätigen.»
Ein Name, der immer wieder mit der Fortuna in Verbindung gebracht wird, ist Christos Tzolis. Der griechische Flügelspieler, der bereits in der vergangenen Saison auf Leihbasis für die Düsseldorfer auflief und mit 16 Toren und 13 Vorlagen überzeugte, steht bei Norwich City unter Vertrag. Eine erneute Verpflichtung des 22-Jährigen wäre ein echter Coup für die Fortuna, dürfte aber finanziell schwer zu realisieren sein.
Weiterhin wird über ein Interesse an Ahmet Gürleyen vom FC St. Pauli berichtet. Der 24-jährige Innenverteidiger kommt beim Tabellenführer kaum zum Einsatz und könnte die durch Hoffmanns Ausfall entstandene Lücke in der Abwehr schließen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, was einen Winterwechsel für eine überschaubare Ablösesumme möglich machen könnte.
Im Mittelfeld soll die Fortuna zudem an Daouda Guindo interessiert sein. Der 21-jährige Malier steht bei RB Salzburg unter Vertrag, ist aktuell aber an den FC St. Gallen ausgeliehen. Seine Vielseitigkeit macht ihn für die Düsseldorfer besonders wertvoll, da er sowohl im defensiven Mittelfeld als auch als Linksverteidiger eingesetzt werden kann.
«Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase der Saison», betont Trainer Daniel Thioune. «Jede Verstärkung muss uns sofort weiterhelfen können. Die neuen Spieler müssen nicht lange brauchen, um sich zu integrieren.»
Die Fortuna steht aktuell auf dem dritten Tabellenplatz der 2. Bundesliga und hat gute Chancen auf den Aufstieg. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen gezielt Spieler verpflichtet werden, die die Qualität des Kaders erhöhen und mehr Optionen für die entscheidenden Spiele der Rückrunde bieten.
«Wir haben noch bis zum 1. Februar Zeit, den Kader zu verstärken», erinnert Sportdirektor Christian Weber. «Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Qualität der Neuzugänge steht dabei klar vor der Quantität.»
Die Düsseldorfer Fans dürfen also gespannt sein, welche Spieler in den kommenden Tagen noch an den Rhein wechseln werden. Mit Sven Mislintat haben sie jedenfalls einen ausgewiesenen Transferexperten in ihren Reihen, der in der Vergangenheit bereits mehrfach sein gutes Auge für Talente bewiesen hat.