Fortuna Köln bleibt das Maß aller Dinge in der Regionalliga West
Die Südstädter haben am vergangenen Spieltag ihre Tabellenführung weiter ausgebaut. Mit einem überzeugenden 3:1-Sieg gegen den Wuppertaler SV setzte Fortuna Köln ein deutliches Zeichen im Aufstiegsrennen der Regionalliga West.
Vor 2.845 Zuschauern im Südstadion zeigte die Mannschaft von Trainer Matthias Mink eine starke Leistung. Besonders Henri Matter glänzte mit zwei Treffern. Der 23-jährige Stürmer brachte die Fortuna bereits in der 12. Minute in Führung und legte in der zweiten Halbzeit nach. Den dritten Treffer steuerte Kapitän Stipe Batarilo per Elfmeter bei.
«Wir haben heute als Team funktioniert», freute sich Mink nach dem Spiel. «Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Das war ein verdienter Sieg gegen einen starken Gegner.»
Mit diesem Erfolg hat Fortuna Köln nun 38 Punkte auf dem Konto und liegt damit fünf Zähler vor dem ersten Verfolger Rot-Weiß Oberhausen. Die Oberhausener kamen nicht über ein 1:1 gegen Alemannia Aachen hinaus und verloren so wichtigen Boden im Aufstiegsrennen.
Die Kölner Fans träumen bereits vom Aufstieg in die 3. Liga. Die letzte Drittliga-Saison der Fortuna liegt bereits sechs Jahre zurück. 2019 musste der Verein den bitteren Gang in die Regionalliga antreten.
«Wir denken von Spiel zu Spiel», bremst Sportdirektor Matthias Güldner die Euphorie. «Die Saison ist noch lang, und in dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten.»
Besonders erfreulich ist die Heimstärke der Fortuna. Im Südstadion sind die Kölner in dieser Saison noch ungeschlagen. Acht Siege und zwei Unentschieden stehen zu Buche. Die Festung Südstadion ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg.
Auch die Offensive überzeugt. Mit 35 erzielten Toren stellt Fortuna Köln den zweitbesten Angriff der Liga. Nur der Wuppertaler SV traf häufiger. Gleichzeitig steht die Abwehr sicher. Nur 14 Gegentreffer kassierte das Team bislang – Ligabestwert.
«Die Mischung macht es», erklärt Abwehrchef Dominik Lanius. «Wir haben erfahrene Spieler und hungrige junge Talente. Jeder weiß, was er zu tun hat. Wir verteidigen und attackieren als Einheit.»
Die Fans der Fortuna sind begeistert. «Was die Mannschaft diese Saison zeigt, ist großartig», sagt Michael Weber, Vorsitzender des Fanclubs «Südkurve». «Man spürt bei jedem Spiel, dass da eine echte Einheit auf dem Platz steht. So kann es weitergehen.»
Am kommenden Wochenende wartet mit dem Auswärtsspiel beim SC Wiedenbrück die nächste Herausforderung. Die Ostwestfalen kämpfen um den Klassenerhalt und werden der Fortuna nichts schenken. Anpfiff ist am Samstag um 14 Uhr.
Die Vorzeichen stehen jedoch gut. Fortuna Köln ist seit neun Spielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es am 3. Spieltag gegen Rot-Weiß Oberhausen. Seitdem läuft es wie am Schnürchen für die Südstädter.
«Wir haben einen Lauf, den wollen wir fortsetzen», sagt Torjäger Matter, der mit bislang acht Saisontreffern auf Platz drei der Torjägerliste steht. «Jedes Spiel ist ein Endspiel für uns. Wir wollen am Ende ganz oben stehen.»
Die Unterstützung der Fans ist dem Team gewiss. Für das Auswärtsspiel in Wiedenbrück haben sich bereits über 500 Fortuna-Anhänger angekündigt. Sie hoffen auf den nächsten Schritt in Richtung 3. Liga.