Vom Grau in der Tabelle zum Glanz auf dem Platz: Der SC Freiburg feiert einen wichtigen 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln. Igor Matanovic wurde mit seinem Treffer in der 70. Minute zum umjubelten Helden im Europa-Park Stadion. Die Breisgauer klettern damit auf den achten Tabellenplatz und halten Anschluss an die internationalen Plätze.
Der Nachmittag begann zäh. Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Kaum Torchancen, wenig Spielfluss. Freiburgs Trainer Julian Schuster wirkte an der Seitenlinie angespannt. «Wir hatten Probleme, unseren Rhythmus zu finden», gestand er später. Die 34.700 Zuschauer sahen viel Kampf, wenig Klasse. Köln verteidigte kompakt, Freiburg suchte Lücken.
Nach der Pause dann mehr Tempo. Vincenzo Grifo prüfte Kölns Keeper Schwäbe mit einem Freistoß. Die Stimmung auf den Rängen wurde besser. «Wir wussten, dass wir geduldig bleiben müssen», sagte Matchwinner Matanovic. Sein entscheidender Moment kam nach 70 Minuten. Eine präzise Flanke von Kübler, Matanovic stieg hochkonzentriert hoch und köpfte unhaltbar ein.
Die Erleichterung war greifbar. Fans sprangen von den Sitzen, die Freiburger Bank jubelte ausgelassen. Kölns Trainer Timo Schultz zeigte sich enttäuscht: «Ein Punkt wäre verdient gewesen. Wir haben defensiv sehr diszipliniert gespielt.» Die letzten Minuten überstanden die Breisgauer mit vereinten Kräften. Der Siegtorschütze wurde beim Abpfiff von seinen Mitspielern gefeiert.
Für Freiburg bedeutet dieser Arbeitssieg wichtige drei Punkte im Kampf um Europa. Köln hingegen verharrt auf dem Relegationsplatz. Der SC kann nun mit Rückenwind ins nächste Heimspiel gehen. In solchen engen Partien entscheidet oft ein Moment der Klasse – heute gehörte er Matanovic und seinen Freiburgern.