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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Dortmund > Gewalt am Dortmunder Hauptbahnhof 2024: Zweitgefährlichster in Deutschland
Dortmund

Gewalt am Dortmunder Hauptbahnhof 2024: Zweitgefährlichster in Deutschland

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Februar 15, 2026 9:25 pm
Julia Becker
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Die Zahlen sind besorgniserregend: Der Dortmunder Hauptbahnhof belegt den zweiten Platz auf der Liste der gefährlichsten Bahnhöfe Deutschlands. Nur der Hamburger Hauptbahnhof verzeichnet mehr Gewaltdelikte. Für viele Dortmunder ist diese Nachricht nicht überraschend, doch sie verstärkt das Gefühl der Unsicherheit, das viele beim Durchqueren des Bahnhofs empfinden.

Im vergangenen Jahr wurden am Dortmunder Hauptbahnhof 485 Gewaltdelikte registriert. Das bedeutet durchschnittlich mehr als ein Vorfall pro Tag. Besonders häufig kommt es zu Körperverletzungen, aber auch Raubüberfälle und Bedrohungen gehören zum Alltag. Die Bundespolizei hat ihre Präsenz verstärkt, doch die Situation bleibt angespannt.

«Wir sehen eine Zunahme der Aggressionsbereitschaft in den letzten Jahren», erklärt Polizeihauptkommissar Michael Schneider. «Oft spielen Alkohol und Drogen eine Rolle bei den Auseinandersetzungen.» Die Statistik zeigt, dass besonders in den Abend- und Nachtstunden das Risiko steigt, Opfer einer Straftat zu werden.

Der Bahnhof ist nicht nur für Reisende ein wichtiger Knotenpunkt, sondern auch ein Treffpunkt für Menschen am Rande der Gesellschaft. Die Drogenszene hat sich in den letzten Jahren verlagert und ist im Umfeld des Bahnhofs sichtbarer geworden. Sozialarbeiter wie Marta Klein von der Bahnhofsmission berichten von zunehmenden Spannungen: «Viele Menschen mit psychischen Problemen und Suchterkrankungen halten sich hier auf. Die Hilfsangebote können mit dem Bedarf kaum Schritt halten.»

Die Stadt Dortmund hat gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Bundespolizei ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Dazu gehören mehr Videokameras, verstärkte Streifen und bessere Beleuchtung. Oberbürgermeister Thomas Westphal betont: «Wir nehmen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst. Der Hauptbahnhof ist das Eingangstor zu unserer Stadt und muss sicher sein.»

Pendlerin Sandra Müller nutzt den Bahnhof täglich und hat ihre eigenen Strategien entwickelt: «Ich meide bestimmte Bereiche und bin abends immer besonders wachsam. Es ist schade, dass man sich so einschränken muss.» Viele Dortmunder berichten von ähnlichen Erfahrungen und wünschen sich spürbare Verbesserungen.

Ein Vergleich mit anderen Städten zeigt, dass Großstadtbahnhöfe generell Kriminalitätsschwerpunkte sind. Neben Hamburg und Dortmund gehören auch die Hauptbahnhöfe in Köln, Frankfurt und Nürnberg zu den Orten mit überdurchschnittlich vielen Straftaten. Die Probleme ähneln sich: Drogen, Alkohol und soziale Spannungen treffen aufeinander.

Die Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Personal und bessere Ausstattung. «Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten hervorragende Arbeit, stoßen aber an ihre Grenzen», sagt Gewerkschaftssprecher Peter Schneider. «Wir brauchen nachhaltige Konzepte statt kurzfristiger Aktionen.»

Experten wie Kriminologe Prof. Dr. Thomas Feltes von der Ruhr-Universität Bochum betonen, dass reine Polizeipräsenz das Problem nicht lösen wird: «Wir müssen die sozialen Ursachen angehen. Mehr Sozialarbeit, bessere psychologische Betreuung für Menschen in Notlagen und wirksame Konzepte gegen Wohnungslosigkeit sind entscheidend.»

Die Stadt plant für 2024 zusätzliche Maßnahmen. Ein runder Tisch mit Vertretern aus Politik, Polizei, Sozialarbeit und Anwohnern soll Lösungsansätze entwickeln. Auch bauliche Veränderungen sind geplant, um dunkle Ecken zu beseitigen und die Übersichtlichkeit zu verbessern.

Für die meisten Reisenden bleibt der Hauptbahnhof trotz der Statistik ein sicherer Ort. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Gewalttat zu werden, ist gering. Dennoch prägt die Atmosphäre das Sicherheitsgefühl. Viele wünschen sich, dass der Bahnhof wieder zu einem Ort wird, an dem man sich unbeschwert aufhalten kann.

Die Herausforderung bleibt komplex: Einerseits soll der öffentliche Raum für alle zugänglich sein, andererseits muss die Sicherheit gewährleistet werden. Der Dortmunder Hauptbahnhof steht damit exemplarisch für die Frage, wie wir in unseren Städten miteinander leben wollen und wie wir soziale Probleme lösen können, statt sie nur zu verlagern.

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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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