In der Nacht zum Donnerstag wurde ein bekannter Gastwirt vom Hamburger Kiez Opfer einer brutalen Attacke. Der 62-jährige Betreiber einer beliebten Gaststätte in St. Pauli wurde nach Informationen unserer Redaktion gegen 23:30 Uhr von mehreren unbekannten Tätern angegriffen und schwer verletzt.
Augenzeugen berichten, dass drei maskierte Personen den Gastwirt vor seinem Lokal abgepasst und ohne Vorwarnung attackiert haben sollen. Die Täter schlugen mit Schlagwerkzeugen auf ihr Opfer ein und flüchteten anschließend in einem dunklen Fahrzeug vom Tatort. Die Polizei Hamburg hat umgehend eine Großfahndung eingeleitet, konnte die Verdächtigen jedoch bislang nicht aufgreifen.
«Ich hörte laute Schreie und dann sah ich, wie der Mann am Boden lag», berichtet eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. «Es ging alles so schnell. Bevor irgendjemand helfen konnte, waren die Täter schon weg.»
Der Schwerverletzte wurde zunächst von Ersthelfern versorgt, bevor der Rettungsdienst eintraf. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde der Gastwirt in eine Klinik eingeliefert. Laut Polizeiangaben schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr, sein Zustand ist jedoch weiterhin ernst.
Ein bemerkenswertes Detail: Nach Informationen unserer Zeitung wurde der Verletzte nicht mit einem Rettungswagen, sondern mit einem Luxusfahrzeug in die Klinik gebracht. Freunde des Opfers sollen die Initiative ergriffen haben, um schnellstmöglich medizinische Hilfe zu gewährleisten.
Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Die Kriminalbeamten der Abteilung für Gewaltverbrechen haben die Ermittlungen übernommen. «Wir prüfen alle möglichen Motive und gehen mehreren Spuren nach», erklärte ein Polizeisprecher gegenüber Nachrichten Lokal. «Wir bitten Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen oder den Tätern geben können, sich umgehend zu melden.»
Im Hamburger Rotlichtviertel herrscht Bestürzung über den Angriff. Der Gastwirt ist in der Gegend eine bekannte Persönlichkeit und bei Anwohnern wie Gästen gleichermaßen beliebt. Sein Lokal gilt als Institution im Kiez und zieht seit Jahren Stammgäste und Touristen an.
Nachbarn und Kollegen aus der Gastronomie zeigen sich schockiert. «So etwas haben wir hier lange nicht erlebt», sagt Kneipenbetreiber Markus K. «Es ist erschreckend, dass so etwas passieren kann. Wir hoffen alle, dass er sich schnell erholt.»
Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet und wertet derzeit Videoaufnahmen aus Überwachungskameras aus. Zudem wurden mehrere Zeugen befragt, die sich zum Tatzeitpunkt in der Nähe aufhielten.
Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Spekulationen über mögliche Verbindungen zum organisierten Verbrechen oder Schutzgelderpressungen möchte die Polizei nicht kommentieren. «Wir bitten um Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen herausgeben können, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden», so der Sprecher weiter.
Die Gewerbetreibenden in St. Pauli sorgen sich nun um die Sicherheit im Viertel. Einige fordern verstärkte Polizeipräsenz, besonders in den Abend- und Nachtstunden. Die Polizei Hamburg hat bereits angekündigt, die Streifentätigkeit im betroffenen Gebiet zu intensivieren.