Der Winter zeigt endlich sein frostiges Gesicht. Seit Tagen verwandeln sich Deutschlands Straßen in gefährliche Rutschbahnen. Mein morgendlicher Weg zur Redaktion glich heute einem Balanceakt auf Eis. Verkehrsminister Volker Wissing spricht eine eindringliche Warnung aus: «Die Glatteisgefahr in weiten Teilen des Landes ist nicht zu unterschätzen. Wer kann, sollte zu Hause bleiben.»
Die Wetterlage hat sich dramatisch zugespitzt. Besonders betroffen sind die mittleren und südlichen Bundesländer. In Bayern wurden bereits zahlreiche Unfälle gemeldet. Auf der A9 bei München standen gestern über hundert Fahrzeuge im Stau fest. Auch in Hessen und Thüringen herrscht höchste Alarmstufe. Vergangene Woche rutschte mein Nachbar mit seinem Wagen gegen einen Zaun – zum Glück nur Blechschaden. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit weiteren Schneefällen und Temperaturen bis minus zehn Grad. «Diese Kombination macht die Situation besonders tückisch», erklärt Meteorologin Claudia Werner.
Die Winterdienste arbeiten im Dauereinsatz. Allerdings reichen Streusalz und Räumfahrzeuge kaum aus, um der Situation Herr zu werden. An manchen Orten wurden sogar Schulen geschlossen. Die aktuelle Wetterlage erinnert mich an den Januar 2010, als ganz Deutschland im Eis erstarrte. In den sozialen Medien teilen Menschen ihre Erfahrungen unter #GlatteisGefahr. Für die kommenden Tage gilt: Vorsicht walten lassen und wenn möglich, das Auto stehen lassen.