Der Winter hat Nordrhein-Westfalen fest im Griff. Als ich heute Morgen aus dem Fenster schaute, glitzerte die Welt wie überzogen mit einer gefährlichen Zuckerschicht. Was schön aussieht, bringt leider oft Tragödien mit sich.
Auf der A44 bei Lichtenau ereigneten sich gestern Abend mehrere schwere Unfälle auf spiegelglatten Straßen. Drei Menschen verloren ihr Leben, als Fahrzeuge ins Schleudern gerieten. Mehrere weitere wurden verletzt, einige davon schwer. Die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden. Polizeisprecher Michael Biermann beschreibt die Situation vor Ort: «Die Straßenverhältnisse waren extrem tückisch, binnen Minuten verwandelte sich die Fahrbahn in eine Eisfläche.»
Letzten Winter erlebte ich selbst einen Schreckmoment, als mein Auto auf einer vermeintlich harmlosen Landstraße plötzlich nicht mehr meinen Lenkbewegungen folgte. Glücklicherweise ohne Folgen. Die aktuellen Unfälle erinnern an die Gefahren, die winterliche Bedingungen mit sich bringen.
Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor Glatteis in vielen Teilen NRWs. Die Einsatzkräfte raten dringend, nur bei absoluter Notwendigkeit zu fahren. In solchen Momenten wird deutlich, wie schnell unser Alltag aus den Fugen geraten kann. Die winterliche Schönheit fordert ihren Preis – manchmal einen viel zu hohen.