Traditionsreiche Hallenturniere kehren zurück: Reviersport berichtet live aus Essen, Mülheim und Wuppertal
Die dunklen Wintermonate sind für Fußballfreunde traditionell eine Zeit der beliebten Hallenturniere. Nach jahrelanger Corona-Pause erleben diese Veranstaltungen nun ein beeindruckendes Comeback. In Essen, Mülheim und Wuppertal treffen sich an diesem Wochenende Teams aus verschiedenen Ligen zu spannenden Duellen unter dem Hallendach.
Die Atmosphäre in den ausverkauften Hallen ist elektrisierend. Fans aller Altersgruppen strömen zu den Veranstaltungen, um ihre Mannschaften aus nächster Nähe zu erleben. «Nach den letzten Jahren ist es unglaublich schön, wieder die typische Hallenstimmung zu spüren», berichtet Oliver Schmidt, langjähriger Besucher des Essener Turniers.
In der Sporthalle «Am Hallo» in Essen-Stoppenberg kämpfen heute acht Mannschaften um den traditionellen Stadtpokal. Unter ihnen befinden sich Lokalmatadore wie Rot-Weiss Essen, ETB Schwarz-Weiß und die SpVg Schonnebeck. Das Turnier hat eine lange Tradition und lockt jedes Jahr hunderte Zuschauer an. «Die Mischung aus schnellem Spiel, technischen Feinheiten und der Nähe zu den Spielern macht den besonderen Reiz aus», erklärt Turnierleiter Michael Weber.
Parallel dazu findet in der Innogy Sporthalle Mülheim das VfB-Hallenturnier statt. Hier treten Teams wie der VfB Speldorf, der Mülheimer FC und mehrere Mannschaften aus dem Ruhrgebiet gegeneinander an. Besonders interessant: Die Veranstalter haben spezielle Regelanpassungen vorgenommen, die für mehr Tore und spektakuläre Aktionen sorgen sollen.
In der Wuppertaler Uni-Halle steigt gleichzeitig ein hochkarätig besetztes Turnier mit dem Wuppertaler SV als Gastgeber. «Wir haben uns bewusst für eine Mischung aus höherklassigen Teams und lokalen Vereinen entschieden, um attraktiven Hallenfußball zu bieten», erläutert WSV-Sportdirektor Gaetano Manno.
Die Regeln der Hallenturniere unterscheiden sich deutlich vom gewohnten Rasenspiel. Gespielt wird mit vier Feldspielern plus Torwart auf einem kleineren Feld. Die Bande darf als zusätzlicher «Mitspieler» genutzt werden. Zeitstrafen ersetzen die gelben Karten, und die Spieldauer beträgt meist 12 bis 15 Minuten ohne Pause.
«Im Hallenfußball kommt es besonders auf Technik und schnelle Entscheidungen an», erklärt Ex-Profi Marco Höger, der als Zuschauer in Essen dabei ist. «Die Spieler müssen in kürzester Zeit reagieren und haben kaum Platz für Fehler. Das macht es so spannend für die Fans.»
Die Turniere sind nicht nur sportlich bedeutsam, sondern haben auch einen wichtigen sozialen Aspekt. «Nach den Spielen treffen sich Spieler und Fans zum Austausch. Hier entstehen Gespräche, die auf dem Rasen so nicht möglich wären», berichtet Uwe Kirchner, Organisator des Mülheimer Turniers.
Besonders erfreulich: Die Nachwuchsarbeit profitiert von den Einnahmen. In Essen geht ein Teil des Erlöses direkt in die Jugendförderung der teilnehmenden Vereine. «Damit schließt sich der Kreis», betont Weber. «Heute spielen hier Kinder, die vor Jahren begeistert auf der Tribüne saßen.»
Die Stimmung in allen drei Hallen ist ausgelassen. Familien mit Kindern sitzen neben langjährigen Fans, die ihre Vereine mit Trommeln und Gesängen unterstützen. «Das ist Fußball zum Anfassen», schwärmt eine junge Zuschauerin in Wuppertal. «Man ist den Spielern so nah und kann jede Reaktion sehen.»
Unser Team von Reviersport berichtet live von allen drei Veranstaltungen. In unserem Live-Ticker finden Sie aktuelle Ergebnisse, Highlights und Stimmen der Beteiligten. Schalten Sie regelmäßig auf unserer Website ein, um keine Entwicklung zu verpassen.
Die Hallenturniere beweisen eindrucksvoll, dass der Amateurfußball in unserer Region lebt und Menschen zusammenbringt. In einer Zeit, in der der Profifußball immer kommerzieller wird, bieten diese Veranstaltungen authentische Fußballerlebnisse für die ganze Familie.