Wer in den letzten Wochen zwischen Hamburg und Berlin pendeln musste, kennt das: Schienenersatzverkehr. Aber nicht irgendwelche klapprigen Busse, sondern komfortable Gefährte. Jetzt kehren die hochwertigen Ersatzbusse zurück auf diese wichtige Strecke. Die Bahn reagiert damit auf anhaltende Bauarbeiten.
Während meiner letzten Fahrt von Hamburg nach Berlin saß ich in einem solchen Bus. Breite Sitze, WLAN, Steckdosen – fast wie im ICE. Die Stimmung unter den Fahrgästen war überraschend entspannt. Ein Geschäftsmann neben mir meinte: «Besser ein pünktlicher Bus als ein verspäteter Zug.» Diese Einstellung scheint sich durchzusetzen.
Die Deutschen Bahn setzt bewusst auf Qualität beim Ersatzverkehr. Moderne Reisebusse ersetzen ausgefallene Züge. Das Unternehmen erklärt: «Wir wollen unseren Kunden auch im Ersatzverkehr höchsten Komfort bieten.» Die Fahrtzeit verlängert sich zwar um etwa 30 Minuten. Doch die Verbindung bleibt zuverlässig bestehen.
Besonders Pendler profitieren von dieser Lösung. Sie können weiterarbeiten oder entspannen. Die Busse fahren nach festem Fahrplan. Reservierungen funktionieren wie gewohnt über die Bahn-App.
Die Rückkehr der hochwertigen Busse zeigt einen Wandel. Ersatzverkehr muss nicht zweitklassig sein. Vielleicht lernen wir gerade: Flexibilität im Verkehr bedeutet manchmal auch vier Räder statt Schienen. Hauptsache, man kommt gut ans Ziel.