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Hamburg

Hamburgs Industrie setzt auf klimafreundliche Energien

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: März 31, 2026 12:54 am
Julia Becker
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Hamburgs Industrie setzt auf klimafreundliche Energien

Die Hansestadt steht vor einem Umbau ihrer Industrielandschaft. Was jahrzehntelang auf Kohle und Gas basierte, soll künftig klimafreundlich werden. Große Unternehmen wie Tesa und Airbus treiben den Wandel voran. Sie investieren in neue Technologien und setzen auf Wasserstoff als Energieträger der Zukunft.

Die Zahlen zeigen die Dimension der Aufgabe. Hamburgs Industrie verbraucht jährlich etwa 12.000 Gigawattstunden Energie. Davon stammen aktuell noch 70 Prozent aus fossilen Quellen. Bis 2045 soll die gesamte Wirtschaft klimaneutral arbeiten. Das ist das Ziel der Stadt. Die Zeit drängt, die Investitionen laufen bereits.

Der Klebstoffhersteller Tesa macht den Anfang. Das Unternehmen mit Sitz in Norderstedt produziert Klebebänder für Industrie und Haushalt. Bisher beheizt Tesa seine Produktionsanlagen mit Erdgas. Das soll sich ändern. Ab 2026 will das Unternehmen komplett auf Wasserstoff umstellen. Die Investition beläuft sich auf 15 Millionen Euro.

Bei Tesa arbeiten in der Metropolregion etwa 3.200 Menschen. Die Produktion läuft rund um die Uhr. Große Öfen erhitzen Kunststoffe und Klebstoffe auf mehrere hundert Grad. Dafür braucht es viel Energie. Mit grünem Wasserstoff sollen jährlich 20.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht dem Ausstoß von etwa 12.000 Mittelklassewagen.

Die Stadt Hamburg unterstützt das Projekt. Es ist Teil eines größeren Plans. Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft koordiniert den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur. Ein neues Leitungsnetz soll bis 2030 große Industriebetriebe verbinden. Die Gesamtlänge wird auf 60 Kilometer geschätzt.

Auch Airbus zeigt Interesse an der neuen Technologie. Der Flugzeugbauer ist Hamburgs größter Industriearbeitgeber mit etwa 13.000 Beschäftigten in Finkenwerder. Die Produktion der A320-Familie verbraucht enorme Energiemengen. Lackieranlagen, Heizsysteme und Prüfstände laufen täglich. Airbus prüft aktuell verschiedene Optionen für klimaneutrale Energie.

Nach Informationen aus Unternehmenskreisen könnte Airbus ab 2028 Wasserstoff nutzen. Die finale Entscheidung steht noch aus. Verhandlungen mit Energieversorgern laufen. Es geht um langfristige Lieferverträge und die Anbindung an das geplante Wasserstoffnetz. Die Investitionskosten werden intern auf mindestens 50 Millionen Euro geschätzt.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG denkt ebenfalls um. Der Hafenbetreiber testet bereits Wasserstoff in einzelnen Fahrzeugen. Kranführer und Containerfahrer berichten von positiven Erfahrungen. Die Technik funktioniert zuverlässig. Nun soll die gesamte Flotte schrittweise umgerüstet werden. Bis 2035 sollen alle 200 Hafenfahrzeuge emissionsfrei fahren.

Der Senat hat für den Netzausbau 300 Millionen Euro eingeplant. Das Geld stammt aus Bundesmitteln und dem Hamburger Haushalt. Die ersten Leitungen werden 2025 verlegt. Sie verbinden das Industriegebiet Harburg mit Wilhelmsburg und Veddel. Später folgen Anschlüsse nach Finkenwerder und in die Hafencity.

Experten sehen Hamburg auf einem guten Weg. Professor Martin Schmidt von der Technischen Universität Hamburg forscht zu Energiesystemen. Er sagt: «Hamburg hat eine einmalige Chance. Die Hafenanlagen können für Wasserstoffimporte genutzt werden. Das ist ein klarer Standortvorteil.» Die Stadt liegt günstig für Lieferungen aus Skandinavien und künftig auch aus Nordafrika.

Doch es gibt auch Herausforderungen. Grüner Wasserstoff ist noch teuer. Die Produktion mit Ökostrom kostet derzeit etwa das Doppelte von Erdgas. Erst mit steigenden Mengen werden die Preise sinken. Bis dahin brauchen Unternehmen Planungssicherheit. Langfristige Förderungen und Abnahmeverträge sind notwendig.

Die Gewerkschaft IG Metall begleitet den Wandel kritisch. Bezirksleiter Daniel Aktas erklärt: «Wir unterstützen die Energiewende grundsätzlich. Aber die Beschäftigten brauchen Sicherheit. Niemand darf seinen Job verlieren, weil die Technik umgestellt wird.» Er fordert Qualifizierungsprogramme und klare Zusagen von den Unternehmen.

Viele Arbeiter in Hamburgs Industrie haben Jahrzehnte Erfahrung mit Gas- und Ölsystemen. Wasserstofftechnik erfordert neues Wissen. Schulungen müssen organisiert werden. Die Handelskammer Hamburg bietet bereits erste Kurse an. Sie richten sich an Techniker und Ingenieure. Auch kleinere Betriebe können teilnehmen.

In Wilhelmsburg entsteht derzeit eine Pilotanlage. Dort wird Wasserstoff mit Windstrom produziert. Die Anlage gehört dem städtischen Energieversorger Hamburg Energie. Sie kann täglich 500 Kilogramm Wasserstoff herstellen. Das reicht für etwa 50 Brennstoffzellen-Busse oder die Grundlast eines mittleren Industriebetriebs.

Anwohner in Wilhelmsburg verfolgen das Projekt mit Interesse. Petra Müller wohnt seit 30 Jahren im Stadtteil. Sie sagt: «Wir haben hier viel Industrie. Wenn die sauberer wird, ist das gut für uns alle. Die Luft wird besser.» Tatsächlich könnte die Umstellung auch die lokale Luftqualität verbessern. Weniger Verbrennung bedeutet weniger Feinstaub und Stickoxide.

Andere Städte schauen nach Hamburg. Bremen plant ein ähnliches Netz für seine Stahlwerke. Auch Bremerhaven investiert in Hafeninfrastruktur für Wasserstoff. In Schleswig-Holstein entstehen große Windparks, die grünen Strom für die Produktion liefern sollen. Die norddeutsche Kooperation nimmt Fahrt auf.

Der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann betont die Bedeutung für den Standort: «Wir sichern industrielle Arbeitsplätze für die Zukunft. Klimaschutz und Wirtschaft gehen Hand in Hand.» Die Stadt hofft, durch frühe Investitionen einen Vorsprung zu erreichen. Technologieführerschaft könnte neue Unternehmen anziehen.

Nicht alle sind überzeugt. Der Bund der Steuerzahler mahnt zu Vorsicht. Landesgeschäftsführer Carl Hardt warnt: «300 Millionen Euro sind viel Geld. Wir müssen sicherstellen, dass es wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt wird.» Er fordert regelmäßige Erfolgskontrollen und Transparenz bei der Mittelverwendung.

Kleinere Betriebe fühlen sich manchmal außen vor. Frank Richter führt eine Metallbaufirma in Harburg mit 25 Mitarbeitern. Er sagt: «Die großen Konzerne bekommen Förderung und Anschlüsse. Wir müssen selbst schauen, wie wir klimaneutral werden.» Tatsächlich richtet sich die erste Ausbaustufe vor allem an Großverbraucher. Für kleinere Firmen soll ab 2030 ein Zugang möglich sein.

Die Umweltorganisation NABU Hamburg begrüßt die Entwicklung grundsätzlich. Sprecherin Julia Hartmann erklärt: «Wasserstoff ist eine wichtige Lösung für die Industrie. Aber wir brauchen wirklich grünen Wasserstoff. Er muss mit Ökostrom produziert werden.» Sie warnt vor Importen aus Ländern mit niedrigen Umweltstandards.

Hamburg will deshalb auf regionale Produktion setzen. Offshore-Windparks in der Nordsee sollen einen Teil des Stroms liefern. Auch Solaranlagen auf Industriedächern werden ausgebaut. Die Stadt hat ein Förderprogramm aufgelegt. Unternehmen erhalten Zuschüsse für Photovoltaik-Installationen. Bereits 120 Betriebe haben Anträge gestellt.

Der Hafen spielt eine Schlüsselrolle für Importe. Große Tanker könnten künftig flüssigen Wasserstoff aus Norwegen oder Island bringen. Dort gibt es viel Wasserkraft und Geothermie für die Produktion. Gespräche mit norwegischen Energiekonzernen laufen bereits. Ein Memorandum of Understanding wurde 2023 unterzeichnet.

Technisch ist der Umbau anspruchsvoll. Wasserstoff ist ein flüchtiges Gas. Die Leitungen müssen absolut dicht sein. Spezielle Materialien sind nötig. Normale Stahlrohre können verspröden. Hamburg setzt auf moderne Kunststoffrohre mit Metalleinlagen. Sie sind sicherer und langlebiger.

Die Stadtwerke bilden eigenes Personal aus. 50 neue Stellen wurden geschaffen. Junge Menschen aus Hamburg können sich bewerben. Die dreijährige Ausbildung kombiniert Anlagenmechanik mit Wasserstofftechnologie. Der erste Jahrgang startete im September 2024. 15 Azubis haben begonnen.

Auch die Politik auf Bundesebene unterstützt Hamburg. Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Region als Wasserstoff-Modellstandort ausgewählt. Weitere 100 Millionen Euro Förderung wurden zugesagt. Damit sollen Forschung und Entwicklung vorangetrieben werden. Die Technische Universität Hamburg koordiniert mehrere Projekte.

In Bergedorf entsteht ein Technologiezentrum für Wasserstoff. Startups und etablierte Firmen können dort gemeinsam forschen. Es gibt Labore und Testanlagen. Die ersten Mieter ziehen 2025 ein. 200 Arbeitsplätze sollen langfristig entstehen. Die Stadt verspricht sich Innovationen und neues Know-how.

Andere europäische Hafenstädte verfolgen ähnliche Pläne. Rotterdam investiert sogar noch mehr. Die Niederländer bauen ein 100 Kilometer langes Netz. Auch Antwerpen und Amsterdam rüsten auf. Hamburg muss sich beeilen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Konkurrenz schläft nicht.

Bürgermeister Peter Tschentscher sieht Hamburg gut aufgestellt. Bei einem Besuch der Tesa-Werke sagte er: «Wir zeigen, dass Industriestadt und Klimaschutz zusammenpassen. Hamburg geht voran.» Die Stadt hofft auf Signalwirkung. Wenn große Unternehmen erfolgreich umstellen, folgen andere.

Die nächsten Monate werden entscheidend. Der Stadtrat berät im Februar über weitere Finanzierungen. Auch Airbus will dann seine Strategie vorlegen. Parallel laufen Genehmigungsverfahren für die Leitungsbauten. Anwohner können sich bei Informationsveranstaltungen einbringen. Die nächste Sitzung findet am 20. März im Bezirksamt Harburg statt.

Für Hamburg steht viel auf dem Spiel. Die Industrie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Etwa 80.000 Menschen arbeiten in produzierenden Betrieben. Ihre Arbeitsplätze hängen vom erfolgreichen Wandel ab. Scheitert die Energiewende, droht Abwanderung. Gelingt sie, kann Hamburg zum Vorreiter werden.

Die Energiewende ist mehr als Technik. Sie verändert die Stadt. Neue Berufe entstehen, alte verschwinden. Stadtteile entwickeln sich neu. Die Luftqualität verbessert sich. Hamburg könnte zeigen, wie eine Industriestadt klimaneutral wird. Das wäre ein starkes Signal. Nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa.

Die Zeit bis 2030 ist kurz. Viel muss passieren. Leitungen verlegen, Anlagen umrüsten, Menschen schulen. Aber der Anfang ist gemacht. Tesa investiert, Airbus plant, die Stadt baut. Hamburg ist auf dem Weg. Wohin er führt, entscheidet sich in den kommenden Jahren. Die Weichen sind gestellt.


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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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