Am Samstag bewies der HSV endlich seine Auswärtsstärke. Mit einem überzeugenden 3:1 in Heidenheim atmeten die Hamburger im Abstiegskampf auf. Bei strömendem Regen auf der Ostalb zeigte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß eine beeindruckende kämpferische Leistung. Die Statistik spricht Bände: Nach zuvor sechs sieglosen Auswärtsspielen endlich wieder drei Punkte für die Rothosen.
Die Hamburger überzeugten durch defensive Stabilität und effektive Konter. Besonders Neuzugang Julian Weber strahlte mit zwei Treffern. «Wir haben endlich die Balance gefunden», erklärte Hoeneß nach dem Spiel sichtlich erleichtert. Die Umstellung auf Dreierkette erwies sich als goldrichtig. Der FCH fand kaum Lösungen gegen die kompakte HSV-Defensive. Beeindruckend war die Laufbereitschaft der gesamten Mannschaft. Als in der 73. Minute der Anschlusstreffer fiel, wackelte der HSV kurz, fing sich aber schnell wieder. Die mitgereisten Fans peitschten ihr Team lautstark nach vorne. «Ihre Unterstützung hat uns den nötigen Push gegeben», schwärmte Kapitän Sebastian Schonlau. Der Schlusspfiff löste grenzenlose Erleichterung aus. Die pure Freude in den Gesichtern der Spieler beim Feiern vor der Kurve – unbezahlbar.
Mit diesem wichtigen Dreier verlässt der HSV vorerst die Abstiegsränge. Für Heidenheim wird die Luft dagegen dünn – der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt nun fünf Punkte. Die Hanseaten können mit neuem Selbstvertrauen in die kommenden Wochen gehen. Ob dieser Sieg die langersehnte Wende im Abstiegskampf bedeutet? Die Zeichen stehen gut, doch der Weg zum Klassenerhalt bleibt steinig. Die Leidenschaft von gestern muss zum Standard werden.