Mehrere hundert Menschen versammelten sich am Samstagnachmittag am Münchner Odeonsplatz, um für eine Rückkehr der Monarchie im Iran zu demonstrieren. Die Teilnehmer trugen Flaggen mit dem Symbol des Löwen und der Sonne – das Wahrzeichen des vorrevolutionären Iran – und forderten die Unterstützung für Reza Pahlavi, den Sohn des letzten Schahs.
«Wir wollen eine demokratische Monarchie für den Iran», erklärte Demonstrationsleiterin Mina Ahmadi. «Reza Pahlavi ist die einzige Führungspersönlichkeit, die unser Land aus der Krise führen kann.» Die Kundgebung verlief friedlich, während Polizeibeamte das Geschehen überwachten.
Die Demonstranten riefen Parolen gegen das aktuelle Regime in Teheran und zeigten Plakate mit Bildern von Pahlavi, der seit der Islamischen Revolution 1979 im Exil lebt. Nach dem Sturz seines Vaters, Schah Mohammad Reza Pahlavi, floh die königliche Familie aus dem Iran.
«Das iranische Volk leidet seit 45 Jahren unter dieser Diktatur», sagte Farhad Nadjafi, ein 62-jähriger Teilnehmer, der seit den 1980er Jahren in München lebt. «Wir brauchen einen Wandel, und viele Iraner sehen in der konstitutionellen Monarchie eine Chance für Stabilität und Fortschritt.»
Die Veranstalter betonten, dass sie eine friedliche Machtübergabe anstreben. «Wir wollen keine weitere Revolution mit Gewalt und Chaos», erklärte Organisator Kamran Rezai. «Unser Ziel ist ein demokratischer Übergang zu einer parlamentarischen Monarchie, in der der Schah als Symbol der nationalen Einheit dient.»
Kritiker dieser Bewegung weisen jedoch darauf hin, dass auch das Schah-Regime für Menschenrechtsverletzungen bekannt war. Zudem ist die Opposition gegen die Islamische Republik gespalten – neben Monarchisten gibt es republikanische, säkulare und linke Gruppen mit unterschiedlichen Visionen für die Zukunft des Landes.
Die Demonstration in München war Teil einer internationalen Kampagne der iranischen Diaspora, die in mehreren europäischen Städten und in Nordamerika Kundgebungen organisiert. Die Münchner Veranstaltung endete mit einer gemeinsamen Hymne und dem Versprechen, den Protest fortzusetzen.
Lokale iranische Gemeinschaftsvertreter kündigten weitere Informationsveranstaltungen in den kommenden Wochen an, um über die Situation im Iran zu informieren und für ihre Anliegen zu werben.