Die Kölner Talentschmiede verliert ein weiteres Juwel. Julian Pauli (20) verlässt den FC nach acht Jahren und wechselt zu Dynamo Dresden. Am Sonntagnachmittag bestätigte der Drittligist den Transfer des Defensivspezialisten, der beim FC trotz beeindruckender Leistungen in der U21 nicht den Durchbruch schaffte.
Auf dem Trainingsplatz zeigte Pauli stets seine Zweikampfstärke und taktische Intelligenz. In der Regionalliga West gehörte er zu den herausragenden Abräumern im defensiven Mittelfeld. Die mangelnde Perspektive in Köln führte nun zum Wechsel. «Julian bringt vieles mit, was wir gesucht haben: Präsenz, Zweikampfstärke und eine gute Spieleröffnung», erklärt Dresdens Sportgeschäftsführer Thomas Brendel.
Beim gestrigen Training konnte ich beobachten, wie Pauli seine Kölner Teamkollegen einzeln verabschiedete. Ein emotionaler Moment für den gebürtigen Bonner. «Ich bin dem FC sehr dankbar für die Ausbildung und die Zeit hier, aber jetzt freue ich mich auf die neue Herausforderung», sagte Pauli mit einem Lächeln.
Die Sachsen erhalten einen entwicklungsfähigen Sechser mit Führungsqualitäten. Für Dresden könnte Pauli der fehlende Baustein im Aufstiegspuzzle sein. Der FC verliert dagegen nach Rijkhoff und Schwirten ein weiteres Talent. Ein Trend, der die Kölner Verantwortlichen nachdenklich stimmen sollte. Die Durchlässigkeit vom NLZ in den Profikader bleibt eine Baustelle am Geißbockheim.