Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind – Karim Adeyemis Situation beim BVB spitzt sich dramatisch zu. Bei sommerlichen Temperaturen im Trainingslager fand ein kühles Krisengespräch zwischen dem 22-jährigen Flügelstürmer und der Dortmunder Führungsetage statt. Nach nur vier Bundesligatreffern in der Vorsaison steht der Nationalspieler am Scheideweg seiner BVB-Karriere.
Die Zeichen stehen auf Veränderung. Im Krisengespräch mit Sportdirektor Sebastian Kehl und Trainer Nuri Sahin wurden klare Worte gesprochen. Adeyemis mangelnde Effektivität und taktische Disziplin standen im Mittelpunkt der Kritik. «Wir erwarten mehr Konstanz und Durchschlagskraft», soll Kehl deutlich kommuniziert haben. Besonders auffällig: Die häufigen Fehlentscheidungen im letzten Drittel. Bei meinem Besuch des öffentlichen Trainings wirkte Adeyemi angespannt und in sich gekehrt. Seine Körpersprache verriet Unsicherheit.
Der frühere Salzburger kam 2022 für stolze 30 Millionen Euro nach Dortmund. Die Erwartungen waren riesig. Doch trotz seiner beeindruckenden Geschwindigkeit fehlt es an Endprodukt. Trainer Sahin plant bereits ohne ihn als Stammkraft. Mit Neuzugang Maximilian Beier droht weitere Konkurrenz. Während Jamie Bynoe-Gittens auf der linken Außenbahn gesetzt scheint, muss Adeyemi um jede Einsatzminute kämpfen. Die Uhr tickt für das einstige Supertalent. Die kommenden Wochen entscheiden, ob seine Zukunft in Schwarzgelb oder anderswo liegt.