Der Kölner Karneval ist nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern bringt auch besondere Herausforderungen für die Sicherheitskräfte mit sich. In diesem Jahr bedankte sich die Kölner Polizei ausdrücklich bei der beliebten Kölschrock-Band Kasalla für deren Unterstützung während der närrischen Tage.
Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Band hat sich als wertvoller Beitrag zur Sicherheit auf den Straßen Kölns erwiesen. «Die Unterstützung von bekannten Persönlichkeiten wie Kasalla hilft uns enorm», erklärte Polizeisprecher Michael Schmidt. «Wenn beliebte Künstler unsere Sicherheitshinweise weitergeben, erreichen wir viel mehr Menschen als mit herkömmlichen Kampagnen.»
Während der Karnevalstage teilte die Band auf ihren Social-Media-Kanälen regelmäßig Sicherheitshinweise und rief ihre Fans zu verantwortungsvollem Feiern auf. «Feiert met Hätz un Verstand» (Feiert mit Herz und Verstand) lautete einer der Slogans, mit dem Kasalla ihre rund 80.000 Follower erreichte.
Besonders die jüngeren Jecken wurden durch die Botschaften der Band angesprochen. Die Polizei verzeichnete in diesem Jahr weniger Vorfälle mit übermäßigem Alkoholkonsum bei Jugendlichen in den Bereichen, in denen die Kampagne besonders präsent war.
Bastian Campmann, Frontsänger von Kasalla, betonte im Gespräch mit lokalen Medien: «Der Karneval ist unser Herzstück in Köln. Aber er funktioniert nur, wenn alle aufeinander achtgeben. Wir wollen, dass unsere Fans sicher feiern und gut nach Hause kommen.»
Die Zusammenarbeit begann bereits im Vorfeld der Session mit einem gemeinsamen Treffen, bei dem Strategien besprochen wurden, wie die Band ihre Reichweite für Sicherheitsbotschaften nutzen könnte. Die Polizei stellte der Band wichtige Informationen zur Verfügung, die diese dann in ihrer eigenen authentischen Sprache an die Fans weitergab.
«Diese Kooperation ist ein Vorbild für künftige Kampagnen», sagte Polizeidirektorin Claudia Weber. «Wenn wir mit lokalen Identifikationsfiguren zusammenarbeiten, erreichen unsere Botschaften die Menschen auf einer ganz anderen Ebene.»
Die positiven Ergebnisse der Zusammenarbeit haben dazu geführt, dass die Polizei nun auch mit anderen Kölner Bands und Karnevalsgesellschaften ähnliche Kooperationen plant. Das Konzept könnte sogar auf andere Großveranstaltungen in der Domstadt ausgeweitet werden.
Für ihre Verdienste erhielt die Band eine besondere Ehrung: Ein limitiertes Polizei-Köln-Abzeichen mit dem Kasalla-Logo, das an die Bandmitglieder überreicht wurde. «Eine echte Kölsche Ehrung, die uns sehr stolz macht», kommentierte Gitarrist Flo Peil die Auszeichnung.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Kölner Polizei und Kasalla zeigt, wie kulturelle Identifikationsfiguren und Sicherheitsbehörden gemeinsam zur Verbesserung des Gemeinwohls beitragen können. «Et es wie et es«, sagt man in Köln – aber manchmal kann man es eben doch ein bisschen besser machen.