Die letzten Hürden sind genommen. Mit dem gestrigen Votum des Gummersbacher Stadtrats kann der Oberbergische Kreis seinen lange geplanten Anbau endlich starten. Für uns Bürger bedeutet das: Alle Dienststellen werden künftig an einem Ort gebündelt sein. Die zerstreuten Außenstellen verschwinden.
Seit Jahren diskutieren Kreisverwaltung und Stadtvertreter über dieses Projekt. Zwölf Millionen Euro werden nun in einen sechsgeschossigen Anbau mit 3800 Quadratmetern Nutzfläche fließen. Landrat Jochen Hagt zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert: «Die Bündelung der Verwaltung wird für mehr Bürgerfreundlichkeit und Effizienz sorgen.»
Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Odyssee durchs Gummersbacher Behördenlabyrinth letztes Jahr. Für einen einfachen Bauantrag musste ich drei verschiedene Standorte aufsuchen. Diese Zeiten gehen nun zu Ende. Besonders die Verkehrssituation am Bernberg entspannt sich damit spürbar. Etwa 150 Mitarbeiter werden aus angemieteten Außenstellen ins neue Gebäude umziehen.
Das Großprojekt spiegelt einen Trend wider, den wir in vielen Kommunen beobachten. Verwaltungen kehren zurück zum Prinzip des «Alles unter einem Dach». Was für Bürger bequemer ist, spart langfristig auch öffentliche Gelder. Die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr 2024. Bis dahin bleibt unser Stadtbild noch unverändert – danach wird ein neues Kapitel in der Verwaltungsgeschichte Oberbergs aufgeschlagen.